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Tipp des Tages: deutsch wünscht sich, mit einem Minimum an Achtsamkeit gesprochen zu werden.





Die Kekstüte

Eine Frau kauft sich eine Tüte Kekse,
um sich die Wartezeit auf das Flugzeug zu verkürzen.

Als sie die Tüte öffnet, um sich einen Keks rauszunehmen,
greift der Mann neben ihr auch in die Tüte.
Sie sagt nichts und so essen sie abwechselnd immer einen Keks.
Den letzten Keks bricht der Mann durch und gibt ihr die Hälfte.

Im Flugzeug öffnet sie ihre Tasche und entdeckt ihre gekaufte Kekstüte.
Sie hatten die ganze Zeit aus der Kekstüte des Mannes gegessen.

(sinngemäße Wiedergabe aus einem älteren KGS-Heft)





* erst unter Kuss und Spiel und Scherzen erkennst du ganz, was Leben heißt. O lerne denken mit dem Herzen und lerne fühlen mit dem Geist. (by Fontane)

* Nichts ist gesünder auf der Welt, als ab und zu sich krank zu lachen.  

* Die Deutschen haben keine Geduld. Die Geduld hat die Deutschen.

* Bibel: der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. Fazit: es ist günstiger, nicht gesehen zu werden.

* Es sprach der Bach zum Berg: du musst mich nehmen, wie ich bin und riss ihm ein Stück aus der Flanke. Der Berg schwieg. Und als er endlich einstürzte, versiegte der Bach. (by Karl Lubomirski)


Gepäck

 "Das tibetische Wort für Körper, lü, bedeutet, wörtlich übersetzt:
"etwas, was man zurücklässt" - wie Gepäck. Jedes Mal, wenn wir lü sagen, werden wir daran erinnert, dass wir bloß Reisende sind, die vorübergehend Herberge in diesem Leben und in diesem Körper genommen haben."

(by Sogyal Rinpoche)

Wohl auch deshalb haben in Tibet die Menschen nicht ihre ganze Zeit damit verbracht, die äußeren Umstände komfortabler zu gestalten. Sie waren schon zufrieden, wenn sie genug zu essen, etwas zum Anziehen und ein Dach über dem Kopf hatten. Verbissen zu versuchen, die äußeren Umstände zu verbessern, so wie wir es tun, kann zum Selbstzweck werden und zu
sinnloser Ablenkung führen. Würde irgendjemand, der recht bei Sinnen ist, auf die Idee kommen, jedes Mal wenn er ein Hotelzimmer nimmt, den Raum in mühevoller Arbeit umzugestalten?" (per e-mail erhalten)





Champagnertrüffel - Klar haben sie mit ihrer Vergesslichkeit zu "kämpfen". Zumal wenn ihre Umwelt, bzw. ihre Angehörigen meinen, sie müssten Gedächtnistraining mit ihnen veranstalten. Dann merken die Demenzkranken, dass sie überfordert sind und leiden darunter. Daher ist es so wichtig, ihnen möglichst angenehme Situationen zu verschaffen und z.B. nicht zu fragen, was sie denn zu Mittag aßen, denn das können sie nicht erinnern.

Sehr gerne behaupten die Demenzkranken, man habe sie bestohlen, wenn sie ihre Sachen nicht wiederfinden. Dann ist es taktisch klug, den Spieß umzudrehen und quasi selber zuzugeben, man sei so zerstreut und habe vergessen, wo man die Sachen abgelegt hätte, um dann die Hilfe des Anklägers in Anspruch zu nehmen, der dann sogar gerne beim Suchen hilft. Der Vortrag wurde von einem Arzt gehalten, der zwar in den Ruhestand gegangen ist, aber immer noch Demenzkranke betreut. Und dann war da noch die Geschichte mit den Champagnertrüffeln ...

der Geschmackssinn funktioniert bei alten Leuten nicht mehr richtig. Alles hat eher einen bitteren Geschmack. Und sie würden unmerklich verhungern, da ihnen nichts mehr richtig schmeckt. Die Speichelbildung hat extrem nachgelassen und die Nahrung bildet im Mund eine einzige trockene Masse. Eine Ausnahme sind Torten und Süßigkeiten. Der besagte Arzt nimmt immer Champagnertrüffel zum Verteilen mit. Die werden von allen sehr gern gegessen!





Die Demenzkranken fühlen sich "sauwohl", weil sie denken, dass sie so ca. 25 Jahre alt sind. Sie leben nach dem Lustprinzip, völlig enthemmt. Sie vergessen alles, sind daher nicht nachtragend und machen sich keine Sorgen um irgendwelche Konsequenzen ihres Tuns und ihrer Handlungen.

Eigentlich müssten die Angehörigen therapiert werden, weil sie  nicht damit fertig werden, dass es plötzlich so ist, wie es ist. Man sollte den Demenzkranken einfach ganz viel erzählen, ihnen quasi sein Herz ausschütten, dann fühlen sie sich kompetent, als würden sie noch gebraucht werden und sie versuchen, den "Gesunden" zu helfen. (und man würde gleichzeitig das Geld für den Therapeuten sparen.) 

Die Leute fragen immer, ist es schon Alzheimer oder ist es nur Demenz? Dabei verhält es sich umgekehrt: Alzheimer ist nur eine von vielen körperlichen Ursachen für die Demenz. Die Demenz bildet quasi das Schlusslicht.





Kirchgang  - Tritt aus ängstlichem Zögern heraus in den Sturm des Geschehens. Nur von Gottes Gebot und Deinem Glauben getragen. Und die Freiheit wird Deinen Geist jauchzend empfangen. (by Dietrich Bonhoeffer)


Die fünf Keimsilben - Die Schlüssel des Enoch haben für mich einen äußerst praktischen Wert. Sie dienen als Unterlage für mein Telefon. Boh! Da geht die Post ab! Die liebste Seite war immer die neunundneunzigste. Und dort besonders die folgende Aussage ... und wenn ihr die göttlichen Namen aller dieser fünf Sprachen, wie Amen-Ptah-Ägyptisch, Phowa-Tibetisch, Kuan Yin-Chinesisch, Gabriel-Hebräisch und Buddha-Sanskrit als Mantra-Keim-Silben zusammen gebraucht, dann gründet ihr eine Bewusstseinswelle von Licht, die in allen fünf Körpern in euch weiterschwingt. (moi même)


Weltlauf - Hat man viel, so wird man bald noch viel mehr dazu bekommen. Wer nur wenig hat, dem wird auch das wenige genommen. Wenn du aber gar nichts hast, ach so lasse dich begraben - denn ein Recht zum Leben, Lump, haben nur, die etwas haben. (by Heinrich Heine)


STERNE & CO.  

Der Abstand zu unserer Sonne beträgt acht Lichtminuten. Die meisten Sterne, die wir mit bloßem Auge erkennen können, befinden sich einige hundert Lichtjahre von uns entfernt. In ihrer Größe gleichen sie etwa der Sonne. -  Die sichtbaren Sterne konzentrieren sich vor allem in einem Streifen, den wir Milchstraße nennen. Diese unsere Galaxis hat einen Durchmesser von ungefähr hunderttausend Lichtjahren, mit vielen Milliarden Sternen. Unsere Sonne ist ein gewöhnlicher Stern durchschnittlicher Größe am Rand eines der Spiralarme. - Ferner: Unsere Galaxis ist nur eine von einigen hundert Milliarden Galaxien. Jede umfasst einige hundert Milliarden Sterne.

(by Stephen Hawking - der nächstes Jahr mit 67 in Rente gehen wird)





Immer der dritte Samstag im Monat

(Texte zur Flammenübertragung in der Brücke zur Freiheit by Lhatara)

Oktober - Ein Flammenmeer. Das reitende Heer. Der Ritt auf der Kanonenkugel. Festgehalten und fremdbestimmt? Losreißen und den eigenen Willen anwenden. Starkbier und Faßbrause. Kohlrabenschwarz. Putzmunter. Pechmarie. Der gestiefelte Kater. Das Voralpengebiet. Das Frankenland. Die Heimatvereine. Die ganz Treuen und die ewig jung gebliebenen. Romanhefte und gebundene Bücher. Antiquarisch und Neubestände. Wohlwollende Blicke. Durchsichtige Gedankengänge. Wir ahnen schon, was das werden soll.

September - Fehltritte. Sangesfreudig. Der absolute Höhepunkt. Wer bietet mehr. Abschütteln wie ein lästiges Insekt. Ein räudiger Hund. Ihn stört die Fliege an der Wand. Kurz und gut. Knapp bei Kasse. Ein resolutes Auftreten. Was hetzt du denn so? Wir haben doch alle Zeit der Welt. Mißverständnisse. Immer und überall Mißverständnisse. Es lebe das Mißverständnis. Hinhören. Nicht so oberflächlich. Lesen was da steht. Sie wollen immer noch was dazu dichten. Das Geschriebene passend machen. Es muss alles nach ihrer Nase gehen. Vermaledeiter Unsinn. Ist denn auf niemand mehr Verlass?

August - Sensible Zeitgenossen. Haben wir noch was in petto? Transglobal und Multimeditativ. Gewinnerquoten sind angeschlagen am Schwarzen Brett. Die Trefferquote ist gut. Heute geht`s uns gut. Der Abschied wird uns schwerfallen. Transparente Wände. Gläserne Studios. Wände aus Beton. Stahlgerüste und Verkleidungen zum Schutz. Die Bauarbeiten haben sich verzögert. Sind es Lieferschwierigkeiten? Ist es Geldmangel? Wurde die Baugenehmigung nicht eingeholt? Das alles wird noch überprüft. Amen.

Juli - Verrückte Zeiten. Ein Tunichgut und ein Hans-guck-in-die-Luft. Kann das gutgehen. Disziplinarverfahren. Erzieherische Maßnahmen. Wenn`s dem Esel zu wohl wird. Flüchtigkeitsfehler. Trainingscamps. Aus der Versenkung holen. Unüberbrückbare Hindernisse. Der Wannsee. Ein Bad im Wannsee. Die Spinnerbrücke. Das Waldcafé. Sie wurden empfindlich gestört. Zu jedem anderen Zeitpunkt hätte es gepasst, nur nicht jetzt. Immer dasselbe. Es passt dir ja nie. Alles faule Ausreden. Abstreiten. Behauptungen. Ende.

Juni - Der Wüterich. Die Boshaftigkeit. Der Blutrausch. Komm auf die Bühne des Lebens. Schau dir alles an. Wähle was für dich richtig ist. Nimm nicht zuviel. Die Last wird sonst zu schwer für dich. Umgarne das wenige mit deiner Liebe. Achte die Weggefährten. Achte die Pflanzen am Wegesrand. Verweile und mache dir klar, welche Wunder da vollbracht wurden. Nichts ist selbstverständlich. Geschenke für dich. Dankbarkeit.

Mai - Tausend geheime Wege. Silberfarbene Straßen. Schattige Pfade und sonnendurchtränkte Waldschneisen. Hügelland. Weite Aussicht. Immer schon war das die Lösung. Ganz was anderes machen. Weg von den eingefleischten Gewohnheiten. Wir rappeln die Stücke auf und stricken sie neu. Wir wollen uns nicht mehr verstricken. Wir bleiben bei uns. Beobachten ohne zu bewerten. Zuschauer sein, ohne eingreifen zu wollen. Staunen darüber, was alles möglich ist und es so stehen lassen.

April - Transsibirien. Isolierplatten. Wärmedämmung. Temperaturregler. Wollt ihr das ewige Leben? Habt ihr euch gut vorbereitet? Das Warten bringt nichts mehr. Immer ran an den Speck. Gleich loslegen. Hamburger Speck. Der Speckgürtel. Die abgespeckte Version. Tief im Innern glauben wir daran. Das hat es alles schon mal gegeben. Die überkandidelten alten Damen. Die Hüte können gar nicht groß genug sein. Der Allradantrieb. Die perfekte Federung. Sahnetörtchen und Krümelkuchen. Der Rest ist für die Tiere. Es schwebt immer über uns. Diese Ungewissheit lässt sich nur schwer ertragen. Wir lassen uns nichts anmerken und gehen schnell zur Tagesordnung über. Genau.

März - Wegsehen bringt nichts. Den Tatsachen ins Auge blicken. Vogel Strauß ist out. Nimmermüde Gesellen und sie tanzen ohne Unterlass. Treibt es nicht zu toll. Manchmal kann man die Auswirkungen nicht so richtig einschätzen. Auf dem Holzweg sein. Einen Volltreffer landen. Zwischen den Stühlen sitzen. Die ersten werden die letzten sein? Nie sollst Du mich befragen. Früh übt sich, was ein Meister werden will. Das ganze Drumherum. Hitzefrei wird`s heute nicht geben. Die Ostereier werden wohl im Schnee gesucht. Ob die Farbe hält. Haben die Osterhasen wohl wasserfeste Farben?

Februar - Zeitweise und mit Unterbrechungen. Das Drama in Folge. Die Fälle in Serie betrachtet. Das ist ja zum Verzweifeln. Wir verschieben das Ganze auf morgen. Immer trister werden die Aussichten, aber heute sehen wir ein Licht am Horizont. Interessehalber, neugierig, vorwitzig. Die Möwen werden immer dreister. Nur vor den Raben haben sie Respekt. Orkanböen und alles fliegt weg in hohem Bogen. Das Sturmtief über Skandinavien. Wohnwagengespanne und LKW`s fahren bitte nicht über die hohen Brücken. Fahrverbot, Ausgehverbot, Halteverbot. Wir machen das ganz freiwillig. Versprochen.

Januar 2008 - Und nun sitzen wir damit an, keiner will es haben und keiner kümmert sich. Aber wir kriegen das noch hin, wir werden das Kind schon schaukeln! Der hausgemachte Regen. Die nicht gewollte Bretterwand. Der viel zu frühe Morgen und die viel zu lange Leitung. Der ausgedachte Unsinn. Die frisch gestrichene Heizung. Heizungsfarbe haut den stärksten Mann um. Das wievielte Glas? Der tausendste Besucher. Zum hundertsten Mal gesagt. Null und nichtig? Dann war`s wohl nicht so wichtig. Die Jahreszeiten im Gepäck, reisen wir durchs ganze Land. Wir stellen die Uhren vor und zurück. Grad wie es uns gefällt. Dem Glücklichen schlägt keine Stunde. Und unser Schmuck ist auch ganz zeitlos. Sieger!

Dezember 2007 - Särge, reihenweise Särge. Was is`n hier los? Eine Massenversammlung? Ja, die Geister treffen sich heut nacht. Es gibt viel zu besprechen. Auf halber Höhe hängengeblieben. Das Essen wird nachgereicht und die Linsensuppe gibt`s morgen. Alles an seinem Platz und das Büffet ist nun eröffnet. Hat jemand die Messer gesehen? Und wo ist das Salz? Das Salz in der Suppe. Der Hahn im Korb. Das Kind mit dem Bade ausschütten. Gemütlichkeit geht vor. Und das Ganze verschieben wir auf morgen. Hätten wir doch bloß auf ihn gehört. Aber jetzt ist es zu spät und wir dürfen die Suppe alleine auslöffeln. Ein harter Brocken und starker Tobak. Und die Gänseliesel hütet die Schafe.

November - Weltweite Geschichten und gestählte Pioniere. Der Triumphzug am Kaiser vorbei. Das waren noch Zeiten. Nebulös und undurchdringlich. In Watte gepackt und zur Seite gestellt. Wünsch dir was für Millionen? Gestrichen. Die Sendung mit der Maus bleibt aber. Budenzauber und Hüttenglanz. Steile Abfahrten. Skischanze und Hängeböden. Die Lawinenhunde werden gebraucht. Das raubt ihnen den letzten Atem. Die frechen Augen und die zotteligen Haare. Wen interessiert das noch. Taten wollen wir sehen. (eigene Texte)






Delfin rettet gestrandete Wale (danke Muralie)

Moko, ein Großer Tümmler, schwamm zu zwei gestrandeten Zwergpottwalen am Strand von Mahia (Neuseeland), "kommunizierte" mit ihnen und geleitete sie sicher aufs offene Meer hinaus, wie der Umweltschutzbeamte Malcolm Smith berichtete. "Ich habe noch nie von so etwas gehört, es war erstaunlich", sagte Smith. Moko, ein Weibchen, ist in Mahia eine alte Bekannte, da sie oft mit den Badenden spielt. Wie die Rettungsaktion der gestrandeten Wale zustandekam, ist den Umweltschützern jedoch ein Rätsel.

Malcolm Smith war am Montagmorgen alarmiert worden, weil eine drei Meter lange Zwergpottwalkuh und ihr 1,5 Meter langes Kalb gestrandet waren. Die Tiere hatten offenbar wegen einer Sandbank die Orientierung verloren. "Anderthalb Stunden lang schob ich sie mehrmals wieder in Richtung Meer, aber sie wollten sich nicht vom Strand fortbewegen", berichtete der Umweltschutzbeamte. "Mir wurde langsam sehr kalt, nass war ich auch, und die Wale wurden immer müder. Ich war schon soweit zu denken, ich muss aufgeben, ich habe getan, wass ich konnte", berichtete Smith. In solchen Situationen werden Wale oft eingeschläfert, um ihrem Leiden ein Ende zu machen.

Doch diesmal kam es anders. Moko tauchte auf, und Smith hörte Geräusche, die der Delfin und die Wale machten. "Die Wale nahmen Kontakt zu dem Delfin auf, und sie begleitete sie praktisch 200 Meter weit an der Sandbank entlang. Dort mussten sie eine 90-Grad-Wendung machen und durch eine ziemlich schmale Stelle schwimmen. So brachte der Delfin die Wale aufs offene Meer", sagte Smith. Er habe die Wale seither nicht mehr gesichtet und gehe deshalb davon aus, dass sie wohlauf und in Sicherheit seien.

"Was das für eine Kommunikation war, weiß ich nicht, ich wusste nicht, dass Delfine mit Zwergpottwalen kommunizieren können, aber irgendetwas ist geschehen, das es Moko ermöglichte, diese beiden Wale in Sicherheit zu bringen." - Damit ist Moko endgültig ein Star. Sie war in Neuseeland ohnehin schon dafür bekannt, am Strand mit Menschen in den Wellen zu spielen. Sie nähert sich gerne Booten, um getätschelt zu werden und schiebt Kajaks mit ihrer Schnauze vor sich her.


Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln:

Erstens durch Nachdenken - das ist der edelste.
Zweitens durch Nachahmen - das ist der leichteste.
Drittens durch Erfahrung - das ist der bitterste.

(by Konfuzius)



DER RABENGOTT


 Odin selbst verzehrt nur Wein.


Die germanische Religion enthält Elemente einer Schamanenreligion, die mit der Buchreligion des Christentums eine Synthese einging. Odin, nordgermanisch; südgermanisch: Wodan, Wotan, Wuotan ist der Zauberherr (er kennt die Runen), der, als er Mimir für den Blick in den Brunnen der Weisheit ein Auge opfert, das Schamanenwissen erlangt und den man auch am Raben- und Wolfsgeleit als Schamanen erkennt.

Schamane (Schamanismus ist die Kulturform der frühen Jäger) wird der durch Qual und Prüfung zum Heilswissen gekommene Zauberherr, dem Tiergeister dienen. Odin/Wodan reitet zwischen Weihnachten und Neujahr als der wilde Jäger dem ungeheuren Eber Gullinborsti nach, und wehe dem, der des nachts der wilden Jagd begegnet.

Er hält den Kampf unter den Menschen wach, um die tapfersten Germanen (die im Kampfe Erschlagenen) in Wal-halla zu versammeln, wo er sie mit Met und Speise bewirtet - er selbst verzehrt nur Wein, die ihm geopferten Speisen verzehren die zu seinen Füßen sitzenden Wölfe Geri (der "Gierige") und Freki (der "Gefräßige"), mit denen er am Ende der Zeit in die Schlacht gegen das Böse zieht, in der er vom Fenrirswolf getötet wird.

Auf Odins Schultern sitzen zwei Raben, die ihm alle Begebenheiten, die sie sehen oder hören, ins Ohr sagen, sie heißen Hugin ("Gedanke") und Munin ("Gedächtnis"). Diese sendet er früh am Morgen aus, um durch alle Welten zu fliegen, und um die Frühstückszeit kehren sie zurück.






Das Lied von Grimnir (Grímnismal)

Freki und Geri füttert der kampfgewohnte
Heervater, reich an Ruhm;
doch von Wein allein lebt der waffengeschmückte
Odin alle Zeit.

Über Midgard müssen Munin und Hugin
fliegen Tag aus, Tag ein;
ich fürchte, daß Hugin heim nicht kehre,
doch sorg' ich um Munin noch mehr.


Mellen-Thomas Benedicts Nahtod Erfahrung

"Und es wurde mir sehr klar, dass alle Hohen Selbste ein Wesen sind, alle menschlichen Wesen sind miteinander verbunden, so dass sie ein Wesen bilden, wir sind in der Tat ein Wesen, verschiedene Aspekte des einen Wesens. - Ich erkannte in diesem grandiosen Mandala, wie schön wir alle in unserem Wesen, unserem Kern sind. Wir sind die schönsten Geschöpfe.

Die menschliche Seele, die menschliche Matrix, die wir alle zusammen bilden, ist absolut phantastisch, elegant, exotisch, alles zusammen. Meine Worte reichen nicht aus, um zu erklären, wie sich meine Meinung über die Menschen in einem einzigen Augenblick veränderte. Ich sagte: "O Gott, ich wusste nicht, wie schön wir sind." Auf allen Ebenen, hohen oder niedrigen, in welcher Form auch immer, sind wir die schönsten Geschöpfe."

www.klarblicker.de/paranormal/durchdaslicht.html





Klappe die Wievielte ?

* Tilge die Meinung: dann ist die Vorstellung 'ich bin geschädigt worden' getilgt. Tilge stattdessen die Vorstellung 'ich bin geschädigt' und der Schaden ist getilgt. (by Marc Aurel)

* Du forderst Glauben, du forderst Vertrauen, du forderst Liebe? Mach`s anders: sei glaubwürdig, sei vertrauenswürdig, sei liebenswert. Säe und du wirst ernten. (by Theodor Weissenborn)

* Das Ärgerlichste am Ärger ist, dass er keinem nützt und einem selbst nur schadet. (Volksmund)

* Warum furzet und rülpset ihr nicht, ja schmeckt es euch denn nicht ?     (by Martin Luther).

* Empfangen durch Verleugnung ist keine Heldenthat. (Vywamus)

* Die Deutschen sind psychisch nicht so stabil wie die Engländer.              (by Helmut Schmidt)

* Die wichtigste Stunde ist die Gegenwart, der bedeutendste Mensch der, der dir gerade gegenübersteht und das wichtigste Werk ist die Liebe.              (by Meister Eckehart)

* Mensch, was du liebst, in das wirst du verwandelt werden. Gott wirst du, liebst du Gott und Erde, liebst du Erden. (by Angelus Silesius)

* Nicht weil etwas so schwer ist, wagst du es nicht. Sondern weil du es nicht wagst, ist es so schwer. (by Seneca)

* Es ist nicht wenig Zeit, was wir haben, sondern es ist viel, was wir nicht richtig nutzen. (by Seneca)

* Reichtum - bei dem Weisen ist der Reichtum ein Diener, bei dem Toren spielt er den Herrn. (by Seneca)

* Es ist keine Schande nichts zu wissen, jedoch ist es eine Schande nichts lernen zu wollen. (Sokrates)

* Die Art und Weise, wie das Glück kommt, ist genauso wichtig, wie das Glück selbst. (by Graham Swift)

 * Das Nachdenken über das, was eine einzige kleine schlechte Gewohnheit in unserem eigenen und in fremdem Leben angerichtet hat, lehrt uns mehr als hundert Bücher. (by Coleridge)

* Die einzige Möglichkeit einen Freund zu finden, ist selbst einer zu sein.    (by Ralph Waldo Emerson)

* Eine glückliche Mutter ist für die Kinder segensreicher als hundert Lehrbücher über die Erziehung. (by Heinrich Pestalozzi 1746-1827)

* Jeder von uns ist ein Engel mit nur einem Flügel. Und wir können nur fliegen, wenn wir uns umarmen. (by Luciano Crescenzo)

* Kannst du nicht Stern am Himmel sein, so sei Lampe im Haus. (arabisch)

* Am besten heitert man sich auf, indem man andere aufheitert! (Mark Twain)

* Älter werden ist wie auf einen Berg steigen. Je höher man kommt, desto mehr Kräfte sind verbraucht, aber umso weiter sieht man. (by I. Bergmann)

* Für den, der sein Glück im Genießen und nicht im Wirken sucht, muss dieses Leben unausfüllbare Leere bleiben. (by Ernst Moritz Arndt)





Botschaften der Engel - by Alexa Kriele

* Der Christus hat die Welt erlöst und jeder einzelne muß dies für sich noch einmal nachvollziehen.

* In Freude zu leben heißt für Menschen, dem Walten der Engel näher zu kommen. Wenn ihr freudig seid, fühlt ihr euch leicht, wie auf Flügeln schwebend.

* Ein gütiger Mensch weiß, dass sich in Fehlern Stärken verbergen und aus ihnen erwachsen können. Er sieht zum Beispiel nicht nur die Faulheit, sondern auch, was sich in ihr verbergen mag: Empfindsamkeit, Fantasie, Unbekümmertheit gegen Leistungsurteile, Unabhängigkeit von gesellschaftlichen Normen.

* Die Erlösung der Welt ist angewiesen auf die Mitarbeit des Menschen. Die Engel allein können sie nicht erlösen, auch Christus nicht, wenn die Menschen nicht mitwirken. Der Mensch ist Ebenbild Gottes - und ohne diesen Aspekt geht es nicht.

* Es gilt Vertrauen zu entwickeln in das 'Nicht-Feste' und in ihm schwimmen zu lernen. Übt euch also darin, bewusst und dankbar die Rhythmen zu leben,
statt überall Gleichmaß, scheinbar verlässliche Festigkeit und Linearität in das Leben einzubauen.  

* Der Freundliche geht davon aus, dass die anderen zunächst einmal Freund und nicht Feind sind, dass er selbst Gutes will und der andere auch. Er ist anderen zugewandt, hilfsbereit, unbefangen, offen, vorurteilslos, voller Wohlwollen.

* Engel können nur helfen, wenn Entscheidungen gefallen sind. Wenn sie feststehen, könnt ihr euch mit Hoffnung und Vertrauen an die Engel wenden und sie bitten, sie mögen hilfreich werden. Bis dahin warten die Engel ab.

Je tiefer ihr im Innern verwurzelt seid, desto höher werdet ihr hinaufragen können, so wie ein hoher Baum tiefe Wurzeln braucht. Den Weg in die Tiefe gehen heißt, eine Brücke zum Himmel bauen.

Der Mensch ist nicht das Maß aller Dinge in dem Sinne, dass er das letzte Urteil über die Bewertung der Dinge zu sprechen hätte - dies steht nicht dem Geschöpf, sondern dem Schöpfer zu.           

* Es kommt nicht darauf an, das Leid abzuschaffen, sondern es zu Licht zu machen, das zur Freiheit und somit zurück in die Liebe des Vaters führt.

* Mit den Engeln reden ist nicht ehrenrührig, sondern es ist die einzig mögliche Art und Weise, Weisheit und Wissen des Himmels der Welt zugänglich werden zu lassen. Sie von Gott direkt und persönlich erlangen wollen, fordert etwas Unmögliches.

* Wenn die Heilige Schrift den Menschen zu Gottesfurcht ermahnt, so bedeutet das nicht: Er solle den Geboten aus Angst vor Strafe gehorchen. Gottesfurcht ist vielmehr Ehrfurcht angesichts der unermesslichen Größe des Vaters.   





In den Schuhen des anderen gehen - Bevor ihr Mitmenschen anklagt, versucht wenigstens fünf Minuten lang euch in sie hinein zu versetzen. Oft stellt ihr dann fest, dass ihr euch in ihrer Lage viel schlimmer als sie verhalten würdet. - Wenn ihr euch einige Minuten in die Lage all jener Menschen versetzt, die euch unangenehm sind, die ihr schlecht ertragt, dann seht ihr, dass ihr nicht anders könnt als sie verstehen und lieben. So erlangt ihr Großherzigkeit, Geduld, Nachsicht und Milde. (by O. M. Aivanhov)

Der Weise ist von nichts abhängig als von sich selbst. Er empfindet wie ein Apfelbaum: er hängt nicht an seinen Äpfeln, sie hängen an ihm. Und wenn sie gepflückt werden, ist er nicht traurig, sondern richtet seine Zweige auf und saugt aus Erde und Himmel neue Kräfte, um abermals schöner zu blühen und neuen Äpfeln das Leben zu schenken. (by K.O. Schmidt)

Die Krähe - Weil die Krähe die Hüterin der Heiligen Gesetze ist, kann sie die Gesetze der physischen Welt brechen und von einer Form in die andere wechseln. Diese Fähigkeit ist selten und einzigartig. In unserer heutigen Welt gibt es nur wenige solche Alchimisten und noch weniger, die wie die Krähe wissen, wie man von einer Gestalt in die andere wechseln kann. Diese Kunst schließt die Fähigkeit der Verdoppelung oder der bewußten Gegenwärtigkeit an zwei Orten ein; solche Leute nehmen eine andere physische Gestalt an, werden »die Fliege an der Wand«, um zu beobachten, was weit weg geschieht. (aus: Karten der Kraft)






AUS EINER BOTSCHAFT

"Information ist ganz einfach Information, man kann damit tun was man will, das wichtigste daran ist, wie ihr euch fühlt, wenn ihr diese Information intus habt, entweder seid ihr in Resonanz damit oder nicht.

Es ist so einfach und simpel, dass es heisst, wenn ihr nicht in Resonanz damit seid, dann bedeutet das nicht automatisch, dass ihr eine Lizenz dafür habt, Streitigkeiten über das gesagte ins Leben zu rufen.

Die Wahrheit braucht niemals Verteidigung, sie beweist sich stets selbst, und wenn eure Wahrheit im Einklang mit dem ist, was man als Grössere Wahrheit bezeichnet, dann wird sie sich euch offenbaren." (by Kuthumi)

http://7stern.info/X_Botschaftenseiten/2007_Dezember/20071209_11-11-Botschaft_von_Kuthumi.htm





DIE UNVOLLENDETE AUTOBIOGRAPHIE von Alice A. Bailey (Textauszug S. 46)

"Am vorhergehenden Sonntag hatte ich eine Predigt gehört, die meinem ganzen höherem Streben Auftrieb gegeben hatte. Diesen Sonntag war ich aus irgendeinem Grunde nicht zur Kirche gegangen.

Die Tür öffnete sich und herein kam ein hochgewachsener Mann in europäischer Kleidung, aber mit einem Turban auf dem Kopf. Ich war angesichts des Turbans so versteinert, daß ich keinen Ton herausbringen konnte oder auch nicht zu fragen vermochte, was er hier denn wolle.

Er sagte mir, daß es da für mich in der Welt etwas zu tun gäbe, wie es geplant sei, aber nur unter der Bedingung, daß ich meine Charakterveranlagung sehr beträchtlich änderte; ich würde aufhören müssen, solch ein unangenehmes, kleines Mädchen zu bleiben und müßte versuchen, mir ein gewisses Maß an Selbstkontrolle anzueignen.

Meine zukünftige Verwendbarkeit für Ihn und für die Welt würde davon abhängen, wie ich mich benehmen und bis zu welchem Grade ich mich ändern würde. Er sagte, wenn es mir gelänge, wirkliche Selbstkontrolle zu erlangen, dann würde man sich auf mich verlassen können; ich würde über die ganze Welt reisen, viele Länder besuchen und dabei "allezeit deines Meisters Werk tun."

Diese Worte haben mir seitdem stets in den Ohren geklungen. Er betonte, daß alles von mir abhinge und sagte mir, was ich tun könnte und ab sofort tun sollte. Er fügte hinzu, Er würde in Abständen von mehreren Jahren wieder mit mir in Verbindung treten."





Was ist ein Zeitraabe? - Ich erstarrte vor Angst und beneidete meinen Hausbesitzer in seinem ruhigen Altersheim. "Man muss in der Kunst die Rückreise seiner Schritte planen, dann klappt die Reise vielleicht", rief er pathetisch. Plötzlich knallte es, und eine Rauchwolke behinderte meine Sicht, und als der Rauch sich verzogen hatte, stand dieser Rabe da und hatte die Augen des merkwürdigen Mannes und dessen triumphierenden Blick.

Ich hörte ihn murmeln: "Aber wie lautet die Formel? verflucht noch mal, die Formel der Rückreise!" - Ich nahm schnell meine Kamera, die gerade in der Nähe lag, und knipste dreimal. Leider sind die anderen zwei Bilder schlecht geworden, weil der Rabe wütend flatterte. Und hätte ich dieses Bild nicht, das ich Dir nun beilege, hätte ich das ganze nicht geglaubt. Der Rabe ist übrigens fluchend davongeflogen, und seitdem ist der Mann im Dorf nicht mehr gesehen worden. (by Rafik Schami)






Wir waren unermeßlich lange am See und sind unermeßlich oft in der Sonne stehen geblieben, um die Raben zu beobachten, wie sie ausgiebig ihr Gefieder putzten.

Und heute stand die Sonne schon ziemlich tief und blendete die ganze Zeit. Zwar konnte ich nicht sehen, wer mir entgegen kam, aber in der Sonne fühlte ich mich sicher und geborgen und dachte, wenn man so voll im Licht ist, löst sich alles andere von alleine.




DIE ACHT HAUPTÜBUNGEN - by Rudolf Steiner


- für die Tage der Woche -


Der Mensch muß auf gewisse Seelenvorgänge Aufmerksamkeit und Sorgfalt verwenden, die er gewöhnlich sorglos und unaufmerksam ausführt. Es gibt acht solche Vorgänge. Es ist natürlich am besten, auf einmal nur eine Übung vorzunehmen, zum Beispiel während acht oder vierzehn Tagen, dann die zweite usw., dann wieder von vorne anfangen. Übung acht kann indessen am besten täglich gemacht werden. Man erreicht dann nach und nach richtige Selbsterkenntnis und sieht auch, welche Fortschritte man gemacht hat. Später kann dann vielleicht - mit Samstag beginnend - täglich eine Übung vorgenommen werden neben der achten, zirka fünf Minuten dauernden, so daß dann jeweils auf denselben Tag die nämliche Übung fällt. Also Samstags die Gedankenübung, Sonntags die Entschlüsse, Montags das Reden, Dienstags das Handeln, Mittwochs die Taten usw. 

SAMSTAG 

Auf seine Vorstellungen (Gedanken) achten. Nur bedeutsame Gedanken denken. Nach und nach lernen, in seinen Gedanken das Wesentliche vom Unwesentlichen, das Ewige vom Vergänglichen, die Wahrheit von der bloßen Meinung zu scheiden. Beim Zuhören der Reden der Mitmenschen versuchen, ganz still zu werden in seinem Innern und auf alle Zustimmung, namentlich alles abfällige Urteilen (Kritisieren, Ablehnen), auch in Gedanken und Gefühlen, zu verzichten. Dies ist die sogenannte «richtige Meinung».
 
SONNTAG 

Nur aus begründeter voller Überlegung heraus selbst zu dem Unbedeutendsten sich entschließen. Alles gedankenlose Handeln, alles bedeutungslose Tun soll von der Seele ferngehalten werden. Zu allem soll man stets wohlerwogene Gründe haben. Und man soll unbedingt unterlassen, wozu kein bedeutsamer Grund drängt. Ist man von der Richtigkeit eines gefaßten Entschlusses überzeugt, so soll auch daran festgehalten werden in innerer Standhaftigkeit. Dies ist das sogenannte «richtige Urteil», das nicht von Sympathie und Antipathie abhängig gemacht wird. 

MONTAG 

Das Reden. Nur was Sinn und Bedeutung hat, soll von den Lippen desjenigen kommen, der eine höhere Entwickelung anstrebt. Alles Reden um des Redens willen - zum Beispiel zum Zeitvertreib - ist in diesem Sinne schädlich. Die gewöhnliche Art der Unterhaltung, wo alles bunt durcheinander geredet wird, soll vermieden werden; dabei darf man sich nicht etwa ausschließen vom Verkehr mit seinen Mitmenschen. Gerade im Verkehr soll das Reden nach und nach zur Bedeutsamkeit sich entwickeln. Man steht jedem Rede und Antwort, doch gedankenvoll, nach jeder Richtung hin überlegt. Niemals ohne Grund reden! Gerne schweigen. Man versuche, nicht zu viel und nicht zu wenig Worte zu machen. Zuerst ruhig hinhören und dann verarbeiten. Man heißt diese Übung auch: «das richtige Wort». 

DIENSTAG 

Die äußeren Handlungen. Diese sollen nicht störend sein für unsere Mitmenschen. Wo man durch sein Inneres (Gewissen) veranlaßt wird zu handeln, sorgfältig erwägen, wie man der Veranlassung für das Wohl des Ganzen, das dauernde Glück der Mitmenschen, das Ewige, am besten entsprechen könne. Wo man aus sich heraus handelt (aus eigener Initiative), die Wirkungen seiner Handlungsweise im voraus auf das Gründlichste erwägen. Man nennt das auch «die richtige Tat». 

MITTWOCH 

Die Einrichtung des Lebens. Natur- und geistgemäß leben, nicht im äußeren Tand des Lebens aufgehen. Alles vermeiden, was Unruhe und Hast ins Leben bringt. Nichts überhasten, aber auch nicht träge sein. Das Leben als ein Mittel zur Arbeit, zur Höherentwickelung betrachten und demgemäß handeln. Man spricht in dieser Beziehung auch vom «richtigen Standpunkt». 

DONNERSTAG

Das menschliche Streben. Man achte darauf, nichts zu tun, was außerhalb seiner Kräfte liegt, aber auch nichts zu unterlassen, was innerhalb derselben sich befindet. Über das Alltägliche, Augenblickliche hinausblicken und sich Ziele (Ideale) stellen, die mit den höchsten Pflichten eines Menschen zusammenhängen, zum Beispiel deshalb im Sinne der angegebenen Übungen sich entwickeln wollen, um seinen Mitmenschen nachher um so mehr helfen und raten zu können, wenn vielleicht auch nicht gerade in der allernächsten Zukunft. Man kann das Gesagte auch zusammenfassen in «Alle vorangegangenen Übungen zur Gewohnheit werden lassen». 

FREITAG 

Das Streben, möglichst viel vom Leben zu lernen. Nichts geht an uns vorüber, das nicht Anlaß gibt, Erfahrungen zu sammeln, die nützlich sind für das Leben. Hat man etwas unrichtig oder unvollkommen getan, so wird das ein Anlaß, ähnliches später richtig oder vollkommen zu machen. Sieht man andere handeln, so beobachtet man sie zu einem ähnlichen Ziele (doch nicht mit lieblosen Blicken). Und man tut nichts, ohne auf Erlebnisse zurückzublicken, die einem eine Hilfe sein können bei seinen Entscheidungen und Verrichtungen. Man kann von jedem Menschen, auch von Kindern, viel lernen, wenn man aufpaßt. Man nennt diese Übung auch «das richtige Gedächtnis», das heißt sich erinnern an das Gelernte, an die gemachten Erfahrungen.

ZUSAMMENFASSUNG 

Von Zeit zu Zeit Blicke in sein Inneres tun, wenn auch nur fünf Minuten täglich zur selben Zeit. Dabei soll man sich in sich selbst versenken, sorgsam mit sich zu Rate gehen, seine Lebensgrundsätze prüfen und bilden, seine Kenntnisse - oder auch das Gegenteil - in Gedanken durchlaufen, seine Pflichten erwägen, über den Inhalt und den wahren Zweck des Lebens nachdenken, über seine eigenen Fehler und Unvollkommenheiten ein ernstliches Mißfallen haben, mit einem Wort: das Wesentliche, das Bleibende herauszufinden trachten und sich entsprechende Ziele, zum Beispiel zu erwerbende Tugenden, ernsthaft vornehmen. (Nicht in den Fehler verfallen und denken, man hätte irgend etwas gut gemacht, sondern immer weiter streben, den höchsten Vorbildern nach.) Man nennt diese Übung auch
«die richtige Beschaulichkeit».





Frieden auf Erden

Pflicht ist mindestens Frieden auf Erden.
Frieden auf Erden ohne Pflicht heißt Mensch.

Frieden auf Erden ohne Mensch heißt Christus.
Frieden auf Erden ohne Christus heißt Selbst.

Frieden auf Erden ohne Selbst heißt Prana.
Frieden auf Erden ohne Prana heißt Qualität.

Frieden auf Erden ohne Qualität heißt Materie.
Frieden auf Erden ohne Materie heißt Geistlichkeit.

Frieden auf Erden ohne Geistlichkeit heißt Recht.
Frieden auf Erden ohne Recht heißt Gesellschaft.

(by Monte Rosa)


DER GEIST DER HÖFLICHKEIT - Bitte und danke sagen; die Stimme zu senken, wenn wir die Ruhe anderer stören könnten; einen Hinzukommenden in das Gespräch einzubeziehen; einen neuen Nachbarn willkommen zu heißen; zuzuhören, um zu verstehen und zu helfen; die zu respektieren, die anders sind als wir; mit Selbstbeherrschung einer Herausforderung zu begegnen.

Müll, der von jemand anderem liegengelassen wurde, zu entsorgen; gefährlichen Industrieabfall korrekt zu beseitigen; unsere Fehler einzugestehen; sich an bösartigem Klatsch nicht zu beteiligen; eine neue Kanne Kaffee im Büro zu kochen, nachdem man die letzte Tasse getrunken hat; beim Autofahren einen Richtungswechsel anzuzeigen, im Bus aufzustehen, wann immer es angebracht erscheint.

Die Person hinter uns im Flugzeug darauf aufmerksam zu machen, bevor wir unseren Sitz zurückstellen; auf der Rolltreppe auf der rechten Seite zu stehen; jemandem, der sich verirrt hat, den Weg zu zeigen; an der roten Ampel zu halten; mit Gelassenheit anderer Meinung zu sein und mit Würde Recht zu geben, wenn wir einen Streit verlieren: Alle diese verschiedenen Verhaltensweisen sind durchdrungen vom Geist der Höflichkeit. (P. M. Forni)

Das Beste von anderen zu denken, ist anständig und ein Weg, eine Quelle gesunder Unschuld in unserem Leben zu erhalten. Wenn wir uns anderen nähern und davon ausgehen, dass sie gut, ehrlich und einfühlsam sind, ermutigen wir sie, gerade so zu sein. Meine Energie und meine Begeisterung in meiner Rolle als Lehrer verdanke ich großenteils der Annahme, dass alle meine Studenten grundsätzlich gute Menschen sind, interessiert am Erwerb von Wissen und gewillt, hart zu arbeiten.

Indem ich glaube, dass sie gut sind, will auch ich für sie gut sein. Ich fühle mich herausgefordert, ebenso herausragend wie sie zu sein. Mache ich mir etwas vor, wenn ich von ihnen das Beste annehme? Manchmal vielleicht schon. Aber was wirklich zählt, ist, dass fast alle an der Vorgabe wachsen und auf der Welle meines Vertrauens reiten. Indem ich das Beste von ihnen denke, werden sie durch den Vertrauensvorschuss, den ich ihnen gewähre, geformt. Sie werden zu dem, was ich von ihnen angenommen hatte. Das ist die größte Belohnung für einen Lehrer. (by P.M. Forni)







Die Sonne - Wahre Macht besteht nicht darin, die Leute herumzukommandieren; zu schlagen, zu bestrafen oder sie umzubringen, sondern darin, sie so zu erwärmen, dass sie nicht mehr widerstehen können und sich ausziehen. Nur die Sonne besitzt diese Macht.

Sie beginnt ihn zu erwärmen und dort, wo weder Regen noch Wind noch Unwetter noch Schnee Erfolg hatten, dort triumphiert die Sonne: Der Mensch zieht sich aus. Das bedeutet: Wenn ihr wollt, dass die Menschen ihre Schwächen, ihr Elend, ihre Bosheiten ablegen, müsst ihr sie mit eurer Liebe erwärmen. Es gibt kein anderes Mittel. (by O.M. Aivanhov)

Todesfurcht - Die Ursache der Todesfurcht liegt in der materialistischen Weltanschauung, die die Form der Erscheinungswelt für wirklich hält. Die Todesfurcht ist einerseits die Folge des persönlichen Anhängens an materiellen Gütern, an Familie, Freunden oder eine lieb gewordene Lebensaufgabe, andererseits hat sie ihren Grund in der Unkenntnis der Natur und des Wesens des Menschen, seines Fortlebens und Wirkens nach dem Tod des physischen Körpers.

Nur die Erkenntnis, dass der Mensch ein geistiges Wesen ist, das beim Sterben lediglich die Fesseln des Körpers ablegt, vermag den Tod seiner Schrecken zu entkleiden. - Der Tod ist der Übergang von einer Bewusstseinsform in eine andere. Er bedeutet also nicht Vernichtung, sondern die Geburt in eine andere Bewusstseinswelt. (O.M. Aivanhov)

Sich öffnen - Der Mensch kann sehr viel dadurch lernen, dass er sich einfach nur für andere offen macht und die Barrikaden seines Eigendünkels und seiner vermeintlichen Unfehlbarkeit niederreißt. Er muss seine Verteidigungsmechanismen lockern, den Meinungen und Zielen, dem Wissen und der Liebe anderer Zutritt zu seinem Innern gewähren, so wird er auf unglaubliche Weise seelisch wachsen. (by U Thant - nach Robert Muller)





SIEHE DIE SPINNE BRUDER, SIE IST NICHT IN IHREM EIGENEN NETZ VERSTRICKT WIE DU.

Angst vor Spinnen? Wer solche Kunstwerke erschaffen kann, der kann uns keine Angst machen. Ich fand es immer gemütlich, wenn sich irgendwo eine Spinne häuslich eingerichtet hatte. Sie kam mir eher wie eine Art Beschützerin vor. Und auch die Wespen wollte ich immer leben lassen. Meine damaligen Mitbewohner reagierten ziemlich unangemessen auf Wespen. Aber ich hatte mal eine Hauswespe auf meinem Balkon, bzw. wuselte sie immer in den Pflanzen meiner Balkonkästen rum und ich gab ihr den für sie sehr passenden Namen Steffi. (by Lhatara)


STILLE - plötzlich merkte ich, dass alles um mich herum verstummte, wie alles sich anspannte. Ich hatte keine Angst vor der plötzlich eingetretenen Stille. So war es immer vor dem Treffen mit Anastasia in der Taiga. Die Taiga erstarrte mit all ihren Bewohnern buchstäblich, zuhörend, zur Vorsicht mahnend und abschätzend: Bringt der Ankömmling ihrer Herrin etwa Unannehmlichkeiten? Wenn sich dann herausstellt, dass keine aggressiven Absichten vorliegen, wird alles wieder ruhig. An der eingetretenen Stille erkannte ich, dass Anastasia hinter mir leise herankam. Sie war auch daran unschwer zu erkennen, dass mir etwas von hinten quasi den Rücken wärmte. Und mit einem wärmenden Blick konnte nur Anastasia schauen. Ich drehte mich nicht sofort nach ihr um. Ich blieb einige Zeit so sitzen und spürte die angenehme wohltuende Wärme. Dann drehte ich mich um und erblickte ... Wladimir erblickte seinen kleinen Sohn. Der ähnelte Anastasia und schaute Wladimir schweigend an, mit Anastasias Blick.
(by Wladimir Megre in: Anastasia - Das Wissen der Ahnen)







Frida Kahlo - Fridas Lachen war tief und ansteckend; es brach aus ihr hervor, wenn sie sich freute, aber auch wenn sie sich fatalistisch in die Absurditäten ihrer Leiden schickte. Mit einer etwas rauhen Stimme sprudelte die Kahlo ihre Sätze hervor, intensiv, gefühlsbetont und lebhaft, und sie unterstrich sie mit raschen und zierlichen Gesten. Dazwischen lachte sie immer wieder aus vollem Halse oder sie ließ einen gelegentlichen emotionalen Aufschrei hören.

Wenn Frida Englisch sprach - und sie beherrschte diese Sprache fließend mündlich und schriftlich -, so neigte sie zum Slang. Beim Lesen ihrer Briefe muss man sich über ihre kuriosen Wendungen manchmal wundern. Auch in ihrer spanischen Muttersprache gebrauchte sie gerne schockierende Ausdrücke, und es machte der Malerin offensichtlich in beiden Sprachen Spaß zu sehen, wie ihre Zuhörer auf diese Form von Herausforderung reagierten. Der Schockeffekt der Gossensprache wurde in seiner Wirkung noch dadurch erhöht, dass sie aus dem Munde einer so weiblich reizvollen Person kam, die mit ihrem langen Hals und stolz erhobenen Haupt eher die Noblesse einer Königin auszustrahlen schien.

Die Malerin trug gerne stark farbene Kleider und zog die einheimischen Trachten mit ihren langen Röcken der modernen Haute Couture vor. Wo sie erschien, erregte sie Aufsehen. In New York liefen ihr sogar einmal die Kinder nach, weil sie meinten, dass die buntfarbig gekleidete Dame zu einem Zirkus gehören müsse. Die Kahlo hat dergleichen Erlebnisse keineswegs als verletzend empfunden. (aus: Frida Kahlo by Hayden Herrera)





                                                                                    

Franz Schubert  ... er arbeitete meist nur vormittags. Nach dem Mittagessen machte er Besuche oder traf sich mit seinen Freunden im Kaffeehaus, in dem er oft ein paar Stunden verweilte, eine kleine Schale schwarzen Kaffee oder Tee trank, Pfeife rauchte und nebenher Zeitungen las. Da er die Runde seiner Anhänger ungemein zu beleben wusste, hatte er einen großen Freundeskreis. (aus: Große Musiker - Leben und Leiden, von Dieter Kerner)

Ein gewisser Conrad Ferdinand Meyer schrieb mal das folgende ... durchgemacht habe ich in den letzten Jahren mehr, als ich je eingestehen werde. Was mich hielt, war eigentlich ein Seelenwanderungsgedanke. Ich sagte mir: Du hast offenbar in einem früheren Dasein irgendetwas Frevles unternommen. Da sprach das Schicksal: Dafür soll mir der Kerl auf die Erde und Meyer werden. Beides muss nun redlich durchgelitten werden, um wieder in bessere Lage zu gelangen.

Tower Raben London - der Sage nach werde der Tower von London einstürzen und die Monarchie enden, sobald alle Raben die alte Festung an der Themse verlassen, berichtet der britische Sender BBC. Daher hatte im 17. Jahrhundert König Charles II. die Vögel durch einen besonderen Erlass unter Schutz gestellt. Seitdem werden sie in der ehemaligen Festung von sogenannten Rabenmeistern gepflegt. Bislang wurden sie jeden Morgen gegen fünf Uhr nach draußen gelassen. Fliehen können sie allerdings nicht: Ihre Flügel sind gestutzt. (Spiegel online)

Dietrich Bonhoeffer - als im Ferienhaus der Familie der siebte Geburtstag der kleinen Susanne nahte, bat das Mädchen darum, Kinder einladen zu dürfen. Sie durfte, sie lud ein, es kamen 57 Kinder. Am Ende des Nachmittags wurden alle abgeholt, bis auf fünf, die Paula Bonhoeffer also nach Hause begleitete: zu einem mittellosen Paar, das sich nicht getraut hatte, die Kinder zu holen, weil sie nichts anzuziehen hatten. Da fiel Paula Bonhoeffer ein, dass das Waschhaus auf ihrem Grundstück leer stand, es ließe sich ausbauen, weshalb sie die mittellose Tagelöhnerfamilie einlud, dort einzuziehen und das Grundstück in Bonhoeffers Abwesenheit zu versehen. So geschah es. (ZEIT)







Schweiz - Totalschaden als Berg heißt Schweiz. Berg ohne Schaden heißt Rosa. Rosa ohne Schaden heißt Biel. Schaden als Rosa heißt Bern. Schaden als Bindung heißt Sprache. Sprache ohne Schaden heißt Liebe. Liebe ohne Schaden heißt Kreativität. Kreativität ohne Schaden heißt Dürrenmatt. Dürrenmatt ohne Schaden heißt Frisch. Frisch ohne Schaden heißt Susanne. Wattenwil ohne Schaden heißt Freiheit. Freiheit ohne Schaden heißt Engelflug. Schaden als Engelflug heißt Mephisto. Mephisto als Engelflug heißt Vywamus. Vywamus ohne Engelflug heißt Maitreya. Maitreya ohne Engelflug heißt Allgemeinheit. (by Monte Rosa)


PLING!

* Nicht das Vielwissen sättigt die Seele und gewährt ihr Befriedigung, sondern das innere Fühlen und Verkosten der Dinge. (by Ignatius von Loyola)

* Wenn man die Gerechtigkeit biegt, dann bricht sie.

* Das Gesicht/Mensch wechselt - der Fürst bleibt.

* Alles ist schön, was man mit Liebe betrachtet.

* Grobheit ist des schwachen Mannes Imitation der Stärke.

* Da wo Gott Dich hingesät hat, da sollst Du blüh`n.

* Wir sind nicht auf dieser Welt, um unsere Pflicht zu tun. Wir sind auf dieser Welt, um sie zu lieben.

* Katzen schlafen viel. Sie wissen etwas mit ihrem Leben anzufangen.

* Every drop of rain is a kiss from heaven.

* Wir erinnern uns? Die Seele hat einen Menschen. Und nicht umgekehrt ...

* Damit du Frieden hast, lehre Frieden, um ihn zu lernen. (Kurs in Wundern)

Du kannst das Pferd ruhig laufen lassen. Wenn es DEIN Pferd ist, wird es immer wieder zu Dir zurückkehren. (Solara)

* Wild, nackt und verletzlich. (by Püppie)

* Wann funktioniert eigentlich der Knoten im Taschentuch ? (by Lhatara)

* Unnötiges Essen belastet nur. (by Sladdi)





Briefe by Arunachala

* Gluthitze als Wert heißt Eis. Gluthitze ohne Wert heißt Wüste. Wüste als Wert heißt Erfahrung. Eis als Wert heißt Erkenntnis. Erkenntnis ohne Eis heißt Leben.

* Fürst - Führungskraft als Arjuna heißt Fürst. Fürst als Führungskraft heißt Ästhetische Erziehung. Ästhetische Erziehung als König heißt Krischna.
Krischna als Notwendigkeit heißt Maitreya. Maitreya als Deutschland heißt Bismarck. Bismarck als Deutschland heißt Selbstakzeptanz.

* Bismarck - Fassung als Ästhetische Erziehung heißt Fürst. Übereinstimmung als Zusammenhalt heißt Fürst. Wahrheit als Fürst heißt Bismarck. Fürst als Wahrheit heißt Arjuna. Bismarck als Pfad heißt Reine Vernunft. Reine Vernunft als Spirale heißt Goethe.

* Heiler - Kabbala als Selbst heißt Heiler. Selbst als Kabbala heißt Arzt. Arzt als Kabbala heißt Erscheinung. Heiler als Kabbala heißt Bedeutung. Bedeutung als Konformismus heißt Erscheinung. Bedeutung ohne Konformismus heißt Qualität. Erscheinung ohne Konformismus heißt Arzt. Qualität ohne Konformismus heißt Heiler.

* Eigenbedarf - Illusion als Bedürfnis heißt Eigenbedarf. Bedürfnis ohne Illusion heißt Selbstbedarf. Selbstbedarf als Ausdehnung heißt Selbstgerechtigkeit. Selbstbedarf als Abstraktion heißt Selbstgefälligkeit. Selbstgefälligkeit ohne Abstraktion heißt Befriedigung. Selbstgerechtigkeit ohne Ausdehnung heißt Gelassenheit.

* Schwäche als Selbstakzeptanz heißt Sentimentalität. Selbszakzeptanz ohne Schwäche heißt Mutter. Selbstakzeptanz ohne Stärke heißt Sohn. Stärke als Selbstakzeptanz heißt Tochter. Selbstakzeptanz als Transzendenz heißt Vater. Vater als Schwäche heißt Illusion. Mutter als Illusion heißt Sentimentalität. 


Die Welt in Ordnung bringen! 

Ein kleiner Junge kam zu seinem Vater und wollte mit ihm spielen. Der aber hatte keine Zeit für den Jungen und auch keine Lust zum Spiel. Also überlegte er, womit er den Knaben beschäftigen könnte. Er fand in einer Zeitschrift eine komplizierte und detailreiche Abbildung der Erde. Dieses Bild riss er aus und zerschnipselte es dann in viele kleine Teile. Das gab er dem Jungen und dachte, dass der nun mit diesem schwierigen Puzzle wohl eine ganze Zeit beschäftigt sei. - Der Junge zog sich in eine Ecke zurück und begann mit dem Puzzle. Nach wenigen Minuten kam er zum Vater und zeigte ihm das fertig zusammengesetzte Bild. Der Vater konnte es kaum glauben und fragte seinen Sohn, wie er das geschafft habe. Das Kind sagte: "Ach, auf der Rückseite war ein Mensch abgebildet. Den habe ich richtig zusammengesetzt. Und als der Mensch in Ordnung war, war es auch die Welt. (Autor unbekannt)





Formel 1

"Ich bin eins mit meinen Gruppenbrüdern, und alles, was ich habe, gehört ihnen. Möge die Liebe, die in meiner Seele ist, sich über sie ausgießen. Möge die Kraft, die in mir ist, sie emporheben und ihnen helfen. Mögen die Gedanken, die meine Seele schafft, sie erreichen und ermutigen."

(aus: Jüngerschaft im Neuen Zeitalter by Alice A.Bailey, Seite 283)

1. Die Liebe zur Macht.

2. Bereite die Form.


Formel 4

«Der Gesegnete stürzte sich in den Kampf. Er sah das Dasein als zwei widerstreitende Kräfte an und bekämpfte sie beide. Beschwert durch die Kriegsrüstung, stand er in der Mitte des Weges und hielt nach zwei Richtungen Ausschau. Das Getöse der Schlacht, die vielen Waffen, die zu handhaben er gelernt hatte, seine Sehnsucht, nicht zu kämpfen, die Verwirrung, dass die Parteien, die er bekämpfte, ja nur seine Brüder und er selbst waren, die Qual des Unterliegens, der Jubelruf seines Sieges, - alles dies hielt ihn nieder.

Der Gesegnete hielt inne und fragte: «Von woher kommen Sieg und Niederlage? Bin ich nicht der Gesegnete Selber? Ich will die Engel mir zu Hilfe rufen.» Der Trompetenruf erscholl: «Erhebe dich und erkämpfe den Weg; versöhne die Armeen des Herrn. Es gibt keine Schlacht. Erzwinge das Ende des Konflikts; erlasse einen Aufruf zum Frieden für alle; bilde aus zwei Armeen ein einziges Heer des Herrn; Sieg soll die Bemühungen des Gesegneten krönen, alles soll in Harmonie gebracht werden. Friede liegt hinter den streitenden Energien.»

Und typisch 4. Strahl ...

1. Ein Gefühl der Isolierung

2. Ein Gefühl verzweifelter Ohnmacht.

3. Eine feste Entschlossenheit.

4. Ein plötzliches Erkennen.


Die Integrationsformeln gibt`s hier:

http://netnews.helloyou.ch/bkgr/cab2100/file2113.html





Heiliger Dienst - Es gibt drei Formate des grundsätzlichen Dienstes:  

1. Heiliger Dienst
2. Qualifizierender Dienst
3. Rechte Beziehung  

Heiliger Dienst widmet das persönliche Leben vollständig dem Allgemeinwohl.
Qualifizierender Dienst hat ein symbolisches Privatleben und in diesem Privatleben forscht man für das Ganze und nicht zuerst für sich selbst.
Rechte Beziehung bedeutet als ein möglichst selbstloser Felsen in der Brandung zu leben.  

Ein "Vater" entspricht der Ebene des Heiligen Dienstes.
Ein "Buddha" entspricht der Ebene des Qualifizierenden Dienstes.
Ein "Boddhisattva" entspricht der Ebene der rechten Beziehung als Dienst.

Um klarzustellen, man kann nur mit der Motivation zu dienen in rechter Beziehung leben. (Melchizedek)






Liebe und Mitgefühl - Gestern abend im Tibetischen Zentrum wurde die Frage gestellt, wie man sich denn am besten gegen schlechtes Karma schützen könne. Ob es irgendein wirksames Mantra gebe, das man den ganzen Tag lang murmeln könne, hihi ... das beste Mittel sei, Liebe und Mitgefühl zu praktizieren war die Antwort. Liebe stehe dafür, dass man den anderen nur das beste wünscht und dass es ihnen immer gut gehen möge. Das Mitgefühl gehe einen Schritt weiter, es möchte vorrangig, dass die anderen von Kummer und Leid befreit werden  (mal etwas vereinfacht ausgedrückt).

Aber natürlich wäre das von der Fragerin vorgeschlagene Mantra "Om Mani Padme Hum" auch sehr wirksam! Und der Gesche erzählte lachenderweise, dass seine alte Mutter den ganzen Tag lang dieses Mantra murmelt, während sie mit der einen Hand die Perlen ihrer Malakette abzählt und mit der anderen Hand die Gebetsmühle dreht. Bei einem Besuch fragte der Gesche mal, ob sie ihm denn überhaupt zuhöre, weil sie immer weiter zählte und drehte. Da wurde ihr klar, wie sehr ihr diese Tätigkeit in Fleisch und Blut übergegangen und zur Gewohnheit geworden war. (by Sladdi)

Goldsucher  - Und abends sagte er, dass er gehen wolle. Was? So früh schon? Außer den Bären waren keine Tiere draußen. So trabte er also los, ohne sich umzusehen. Sollte das alles sein? Kein Kuss und keine winkende Hand? Nun gut. Wir werden es verkraften. Sollen sie doch alle gehen. Was bleibt, ist eine Erinnerung, die sich verklärt und verklärt und verklärt. Je weiter weg alles liegt, desto mehr verklärt sich alles und nur das Gute bleibt übrig. Wie durch ein Sieb gesiebt. Ja! Ein Sieb! Ein Schüttelsieb! Wie die Goldsucher haben? Also bleibt immer nur das Gold übrig? Goldene Erinnerungen? Sind wir Goldsucher? Die Menschen sind eigentlich Goldsucher. Menschheit als Erinnerung heißt maximal Gold. Aber Gold als Menschheit heißt mindestens Silber. (by Sladdi)





Nochmal die Kabbala

Kraft Kraft als Bedeutungserfahrung heißt Jesod.
Kraft als Gefühl heißt Netzach.
Kraft als Illusion heißt Hod.
Kraft als Verstand heißt Malkuth.
Kraft als Form heißt Tiphereth.
Kraft als Wirksamkeit heißt Geburah.
Kraft als Vertrauen heißt Chesed.
Kraft als Selbst heißt Binah. 

Erkenntnis als Kraft heißt Daath.
Dynamik als Kraft heißt Chockmah.
Kraft als Absicht heißt Kether.
Verständnis als Kraft heißt Boddhisattvaform. 
(by Vywamus)

Chockmah und Binah (27. Oktober 2003 11:01) 

Binah ist das Wahrnehmungsprinzip des Verständnisses.
Chockmah ist das Wahrnehmungsprinzip der Weisheit.  

In Binah ist Verstehen fixiert im Begreifen „integriert“.
In Chockmah gibt es Verstehen/in Binah, Erfassen und Begreifen.  

Binah selbst ist das Verstehen von Chockmah.
Das heißt Chockmah schließt Binah vollständig in sich ein.
Während Binah Chockmah getrennt von sich erkennt.  

Chockmah ist Einsicht. Binah ist Erkenntnis.  

Die Arkanschule ist auf Binah in Jesod ausgerichtet und nicht direkt auf Binah. Hierin liegt der „Irrtum“ der Arkanschule. Dieser Irrtum ist nicht wirklich schlimm, weil die Strukturen die Seelenverschmelzung/3te Einweihung erlauben.  Jesod ist die Lebenskraft oder die Wirksamkeit einer (Tier)Art.
Wobei hier die Tierart „Mensch“ heißt.  

Binah ist Einsicht in die Struktur,
während Binah in Jesod intellektuelle Struktur ist.
Intellektualität ist KEINE mentale Polarisierung.
Mentale Polarisierung ist INTENSIVE Erfahrung
und ein Intuitives mentales Lenken.
Mentale Polarisierung ist auf MAGNETISCHE KONTROLLE ausgerichtet.
Mentale Polarisierung kann „vorgetäuscht“ werden durch Fixierung.
Wobei man sich in kollektiven EVOLUTIONSstrukturen fixiert einklingt.  

1930 waren die Gedanken des Tibeters sicherlich „das Neuste, das Beste, das Schärfste“. Heutzutage ist dies vollständig nicht mehr der Fall. 1930 haben die Gedanken des Tibeters Meisterschaft symbolisiert. Heute symbolisieren die Gedanken des Tibeters JÜNGERschaft (2te Einweihung), nicht mehr. Jeder Jünger muß sich sein eigenes Wissen/Verantwortung erarbeiten. (by Diamant)





Von Zick nach Zack - der Lebensbaum der Kabbala (... die Sephirot mit den entsprechenden Erzengeln) Wir beginnen ganz oben mit Kether und Erzengel Metatron und schwenken nach rechts zu Chockmah mit Raziel. Dann ab nach links zu Binah mit Zafkiel. So, das wäre die obere Triade. - Dann wieder nach rechts zu Chesed und Zadkiel. Links dann Geburah mit Kamael und runter zur Mitte, da wartet Tipheret mit Erzengel Michael auf uns. Die untere Triade besteht aus Netzach mit Auriel rechter Hand. Dann Hod mit Raphael linker Hand und runter, mittig liegt Jesod mit Gabriel. Geschafft! Bleibt uns nur noch Malkuth mit dem Erzengel Sandolphon. (by Sladdi)

Spirituelle Erfahrungen am Beispiel der Kabbala:
Kether = Einheit mit Gott
Chockmah = Die Vision Gottes von Angesicht zu Angesicht
Binah = Vision der Trauer
Chesed = Vision der Liebe
Geburah = Vision der Macht
Tiphereth = Vision der Harmonie der Dinge, die Mysterien der Kreuzigung
Netzach = Vision der siegreichen Schönheit
Hod = Vision des hellen Glanzes
Jesod = Vision der Maschinerie des Universums
Malkuth = Vision des heiligen Schutzengels





Der Erwachende sprach dies hier ... An meine Engel und Heiler! Die ERLÖSUNG ist fest installiert, sie leuchtet als göttliche Herzenssonne über die Menschheit. Was bedeutet das? Es ist lebendig in euch das bedingungslose JA zu jedem Menschen, die LIEBE, die nichts bewertet sondern nur auf dich schaut; es ist das Annehmen eines jeden Wesens, so wie es gerade ist, ohne etwas zu fordern. Es gibt keine Leistung, die jetzt erbracht werden müßte, von niemandem mehr.

Die alte Welt schließt ihre Pforten und es wird nichts mit hinausgenommen. Im Hinaustreten aus dem Alten geschieht Heilung und alle Tränen werden abgetrocknet. Ihr werdet Menschen finden in fürchterlicher Verwirrung. Ihr, meine erwachenden Helfer und Liebenden, seid vorbereitet darauf. Geht nicht mit ihnen in die Verwirrung, sondern steht als reine Kraft in der Bedingungslosigkeit, im Nicht-Werten! Ich gebe jedem Helfer meine Kraft, ihr steht in meinem Segen und in meiner Macht zu heilen.

Wen ich hier meine, wird wissen, dass die Kraft da ist. Du spürst es zweifelsfrei. Das bin ICH in dir. Rede nicht viel, lege die Hände auf und lasse MICH machen. Wenn das nicht angenommen wird, so wird der richtige Zeitpunkt kommen. Keine Diskussionen!

Wer sich schlecht fühlt, kann sich auf die Erde legen, wie vorher erklärt wurde. Und immer wieder in das Vertrauen gehen! Ihr sollt wissen und nicht glauben. MARIA bringt euch das Wissen und die Klarheit des Verstandes, wo manches um euch glaubt, in Wahnsinn zu fallen. Es geht jetzt los.

Von euch, Engel und Heiler, darf ich nun erwarten, dass ihr in eure Qualität kommt und an meiner Seite steht. Ihr werdet, wenn es so weit ist, den ängstlichen Geschwistern Kraft und Sicherheit geben, weil ihr wißt, was geschieht.

Dazu darf ich auch anordnen, dass ihr zu eurer eigenen Bewußtwerdung beitragen sollt: Gebt keine Energien mehr her, um zu therapieren, lange Gespräche zu führen oder selbst an einer "Weiterbildung" zu arbeiten. Jede Minute ist kostbar! Ich muß euch ansprechen und leiten können in jedem Moment! Wenn ihr mit etwas anderem beschäftigt seid als in dem Stillestehen IN MIR, kann ich euch nicht erreichen. Dieses Stillestehen wird während jeder anderen Tätigkeit geübt. Ihr könnt durchaus ein normales Leben weiterführen. Es muß nur immer eine bewußte Leitung zu mir offen stehen und ihr müßt das GEFÜHL meiner Gegenwart in euch spüren. Wie gesagt wird jede/r selbst wissen, wer damit gemeint ist.






Symbol - ICH BIN vollkommen sündenlos. ICH BIN der Geist, der in den Himmel fliegt, weil er dort zuhause ist. Das, was da spricht und meint, sein Geist wäre weg, ist Irrtum. Leere Reaktionen, wie ein kopfloses Huhn; wie ein ausgeschalteter Ventilator, der noch ein paar Runden dreht, bedeutungslos. Die Form ist eine Zeit lang ein *Symbol* dessen, was ICH BIN, nicht mehr und nicht weniger. Nicht das Auto fährt, sondern der Fahrer. Das Auto ohne Fahrer ist völlig bedeutungslos. Es weint nicht, wenn der Fahrer aussteigt. ICH BIN der Fahrer. ICH BIN das, was beliebige Formen mit LEBEN füllt.       (by Sati)

Eine Geschichte von Sati - Ein verletzter Hund lag am Wegesrand, seine Wunden waren eitrig und Würmer waren darin. Es kam ein Saddhu mit seinen Schülern des Weges. Die Schüler drängten, schnell weiterzugehen, hatten Angst vor dem doppelt unreinen Tier. Der Saddhu jedoch hob die Hand zum Zeichen, daß sie stehenbleiben sollten, und ging hin, um das Tier aufzuheben und mitzunehmen und gesund zu pflegen. Im selben Augenblick kam aus dem Körper des Tieres ein heller Lichtstrahl hervor, vor dem die Schüler geblendet und angstvoll zurückwichen. Der Hund war verschwunden und die Gestalt eines verehrten Acarya erschien vor ihren Augen. Die ganze Zeit war der Acarya dort gewesen; der Saddhu hatte ihn von Anfang an gesehen. Die Schüler jedoch sahen nur einen verunreinigten Hund, dem sie ausweichen wollten.

Die Schneeflocke- das Gewicht von Nichts oder Du bist wichtig
Sag, wie schwer ist eine Schneeflocke, fragte ein Sperling eine wilde Taube.
Nicht mehr als nichts, war die Antwort. Dann, meinte der Sperling, muss ich dir eine wunderbare Geschichte erzählen:

Ich saß auf dem Ast einer Tanne, nahe dem Stamm, als es zu schneien anfing. Nicht sehr, nicht wie in einem Sturm. Nein, so wie in einem Traum, ohne Spur von Heftigkeit. Da ich nichts Besseres zu tun hatte, zählte ich die Schneeflocken, die sich auf den Zweigen und den Nadeln meines Zweiges festsetzten. Ihre Zahl war genau 3 741 952. Als die nächste Schneeflocke auf den Ast fiel - nicht mehr als nichts, wie du sagst - brach der Ast ab.

Nachdem er dies gesagt hatte, flog der Sperling davon. - Die Taube, die seit Noahs Zeiten als Autorität auf diesem Gebiet gilt, dachte eine Weile über diese Geschichte nach und sagte schliesslich zu sich selbst : vielleicht fehlt nur noch die Stimme – der Wunsch - eines einzigen Menschen, dass es Friede wird auf unserer Welt. Könnte es sein, dass Deine Stimme – Dein Wunsch – Dein Gedanke - die entscheidende Schneeflocke ist?





DIE ZWEI IM ENNEAGRAMM - der Helfer

Die unerlöste 2 im Enneagramm erkennt man an einer subtilen Vorliebe für Zensur. Die unerlöste 2 liebt nichts mehr als andere zu manipulieren. Die unerlöste 2 ist diejenige Mutter die, die sogenannten Kinder auch als erwachsene Menschen noch wie dreijährige Behandelt. Und eigentlich alle Menschen so zu behandeln für richtig befindet.

Schrippes ist eine äußerst unerlöste Zwei im Enneagramm. Die unerlöste Zwei manipuliert an allem herum und wer sich nicht vollständig manipulieren läßt, der wird mindestens mit Steinen beworfen und ist natürlich mindestens mit Inquistion (nicht unter vierteilen) zu belohnen.

Demut - hier sieht man, was es mit ihrer Sünde, dem Hochmut, auf sich hat und was für sie der Weg in die Demut bedeutet. Sie müssen an den ernüchternden Punkt kommen, wo sie begreifen: "Ich bin selbst gar nicht liebesfähig. Ich muß mich zurücknehmen und zulassen, daß Gott durch mich liebt." Wenn sie das lernen, werden sie sehr demütige Werkzeuge der Liebe. Aber zunächst müssen sie die eigenen Angelhaken erkennen und loslassen. Das ist eine heroische Bekehrung für eine ZWEI. Wenn eine ZWEI aufhört aufzurechnen, ist sie frei. (Serapis Bey)





DIE NEUN IM ENNEAGRAMM - der Vermittler

Adam und Eva - Die NEUN steht am "Gipfel" des Kreises, und zwar deshalb, weil es sich bei der NEUN in gewisser Weise um das ursprünglichste menschliche Wesen handelt, um Adam und Eva. NEUNer sind so, wie wir alle waren, bevor wir kompliziert wurden. Das ist der Grund, weshalb so viele andere die NEUNer mögen und beneiden. Andere sehnen sich nach ihrer Einfachheit und Geradlinigkeit, obwohl es ihre Mitmenschen auf die Palme treibt und ihnen auf die Nerven geht, was sie alles nicht machen.

Überall und nirgends - NEUNern fällt es sehr schwer, ein klares Ziel zu finden und zu verfolgen. Sie sind überall und nirgends. Sie machen Elefanten zu Mücken: Selbst wirklich große Sachen können sie ganz klein machen. Nichts ist wirklich wahnsinnig wichtig. Und selbst wenn objektiv ein Problem vorliegt, weigern sie sich, es zu sehen. Das ist gemeint, wenn man von ihrer "Trägheit" redet. NEUNer wissen einfach nicht, wie sie Energie bündeln können.

Keine Energieverschwendung - NEUNer sind oft überaus aktiv bei einer Reihe von Hobbys und Tätigkeiten. Aber wenn man genau hinsieht, merkt man, dass viele dieser Aktivitäten ziemlich bedeutungslos sind und dass sie in keine dieser Sachen übermäßig viel Energie stecken. NEUNer füllen die Fußballstadien Europas - auf den Zuschauerrängen. Und sie können in die Luft springen und jubeln und sich begeistern - für nichts.

Antrieb von außen - NEUNer sind besonders suchtgefährdet. In der Regel sind es eher kleinere Abhängigkeiten wie Nikotin oder Koffein. Aber sie brauchen immer irgendeine Stimulanz, die ihnen hilft, den eigenen Saft zu fühlen. Viele NEUNer fahren gern Motorrad oder Lastwagen. Es ist, als hätten sie keinen Motor in sich selbst und müßten sich deshalb einen Motor unter den Hintern klemmen. Dabei ist es nicht besonders wichtig, wohin die Fahrt eigentlich geht.

Trägheit - EINSer begeben sich auf dem kürzesten Wege von hier nach da. Eine NEUN weicht hier und da vom Weg ab, macht Umwege und Kurven, bleibt stehen, kehrt um. . . NEUNer sind nicht so sicher, daß sie da überhaupt hin wollen. Sie sind nicht sicher, ob sie überhaupt irgendwohin wollen. Deshalb können sie für andere so nervend sein. Manchmal will man sie schütteln und fragen: "Wer bist du und was willst du überhaupt?" Sie wissen nicht nur nicht, was sie wollen - es ist ihnen auch egal. Das ist unter anderem mit "Trägheit" gemeint.

Gute Freunde - Die meisten anderen mögen NEUNer. Das hängt damit zusammen, daß sie anderen Impulsen und anderen Energien folgen, wie immer die aussehen. Wenn du eine DREI bist, machen sie bei deiner "Dreierei" mit - wenn auch nicht im selben Tempo! Sie lassen sich auf das ein, was gerade gespielt wird. Deshalb sind sie "pflegeleicht" und quasi von Natur aus Freunde.

Take it easy! - Wir nennen NEUNer auch "passiv-aggressive" Menschen. EINSer wollen die Wirklichkeit reformieren. ACHTer rebellieren gegen die Wirklichkeit. Aber NEUNer sitzen einfach da und sagen: "Das ist doch alles so ein Quatsch. Es lohnt doch überhaupt nicht, sich mit dem allen abzugeben!" Wenn man eine NEUN näher kennenlernt, wird man merken, daß dieses letzlich aggressive Potential (Bauch-Energie!) immer vorhanden ist. Es ist eine Art zynisch-passive Aggressivität im Blick auf die Welt.

Mitten ins Herz - Das heißt aber auch, daß NEUNer sehr viel bewirken können, wenn sie es schaffen, ihre Energie zu bündeln. Denn sie feuern niemals direkt. Die Person als solche ist nett und friedfertig, aber man beachte ihre beiden Flügel, EINS und ACHT! In beiden Flügeln steckt ein intensives Wertempfinden und viel Emotionalität. Und so kann es manchmal passieren, daß sie mitten in einem Gespräch, das so dahinplätschert, plötzlich etwas sagen, was eine ganz große Wahrheit enthält und zutiefst überzeugt. Und weil sie so nett und vertrauenswürdig sind, und weil man im Gespräch mit ihnen die Verteidigungsanlagen abgebaut hat, können NEUNer einen auf diese Weise plötzlich mitten ins Herz treffen.

Stur wie Esel - NEUNer sind unkompliziert. Sie sind sehr einfach, und ihre Absichten sind ganz klar und durchschaubar. Urplötzlich gelangen sie zu einem Punkt, wo alles glasklar ist. Dann fällen sie eine Entscheidung, und zu dieser Entscheidung stehen sie, was immer es kostet. Man kann den Esel als Symboltier der NEUN nehmen. NEUNer können stur sein. Wenn sie einmal die Hinterfüße in den Boden gerammt haben, dann bleiben sie stehen, wo sie sind und sind keinen Millimeter zu bewegen.

Ohne doppelten Boden - Die Faustregel lautet: Was man bei einer NEUN sieht, das kriegt man auch. Es gibt keine versteckten Absichten. Das ist ein weiterer Grund, weshalb NEUNer so beliebt sind. Denn man weiß, daß sie ihr wahres Gesicht zeigen - auch wenn nicht viel Energie da ist. Aber wenn man ihnen helfen kann, ihre Energie zu bündeln, machen sie in der Regel ein oder zwei Sachen in ihrem Leben wirklich gut. Und wahrscheinlich erwartet Gott von keinem und keiner von uns mehr als das.





DIE ACHT IM ENNEAGRAMM - der Boss

Energiebündel - ACHTer sind häufig auf den ersten Blick zu erkennen, denn sie sind überlebensgroß. Sie machen ihren Einfluß geltend und sich selbst überall bemerkbar. Sie kommen dröhnend ins Zimmer und man weiß, daß sie da sind. Sie sind oft lauter und stärker als der Rest von uns. Das wissen sie auch und das gefällt ihnen. Sie holen sich ihre Energie dadurch, daß sie ihre Kraft erleben. Sie sind Energiebündel. Die Achter-Energie spiegelt sich in ihren Gesten, in ihrem Gesicht - und sie strengt andere an.

Einfach zuviel! - Wenn man eine halbe Stunde mit einer ACHT zusammen war, möchte man am liebsten abhauen. Es ist zuviel, es ist einfach zuviel! Das ist gemeint, wenn von der "Wollust" der ACHT die Rede ist. Alles, was sie tun, übertreiben sie. Und sie machen es auf eine Weise, die andere "negativ" nennen würden.

Konfrontation - Sie begegnen der Wirklichkeit konfrontativ. Für diese "konfrontative Intimität" haben andere keinen Sensus. Ihre Annäherungsversuche bestehen darin, daß sie mit dir Streit anfangen. Und andere denken, dieser Mensch kann sie nicht leiden. In Wirklichkeit versucht die ACHT, anderen auf diese Weise nahezukommen. Und sie wundert sich, warum sie sich von ihr zurückziehen. Im Innersten sind ACHTer oft sehr traurig und fragen sich: "Warum kann mich keiner leiden?" Trotzdem verändern sie ihre Spielregeln nicht. Sie versuchen immer dieselbe "Anmache".

Böse Buben - EINSer sind Musterkinder. Aber ACHTer sind die bösen Kinder. Ihr Selbstbild ist: "Ich bin schlimm!" Und es gefällt ihnen auch noch, "schlimm" zu sein! Man kann sich vorstellen, wieviel Schwierigkeiten diese Leute mit der Kirche haben, wo einem immer gesagt wird: "Sei lieb und brav und gut und fromm!" Das leuchtet einer ACHT nicht ein. Die Braven sind für ACHTer nichts als Waschlappen oder Schlappschwänze.

Auseinandersetzung - Eine ACHTer-Frau hat erzählt, sie hätte 40 Jahre gebraucht, um zu Jesus Vertrauen zu fassen. Denn so, wie Jesus ihr dargestellt wurde - als blonder, blauäugiger Softi, der süßlich auf die Kinderchen herablächelt - hat er ihr nichts gesagt. Dieser Jesus war ihrer Liebe nicht wert. ACHTer wollen jemanden, der sich engagiert mit ihnen auseinandersetzt.

Gerechtigkeit - ACHTer haben von Haus aus einen Blick für Gerechtigkeit. Sie sehen die Dummheit und Ungerechtigkeit der Welt und lieben es, ihr die Maske vom Gesicht zu reißen. Sie wollen das Unrecht niedermachen. Ohne ACHTer würde sich in der Welt nie etwas ändern. Man würde sich mit den blödsinnigsten Systemen abfinden.

Kämpfer - Man versuche nie, sich auf einen Kampf mit einer ACHT einzulassen! Wenn man die Stimme erhebt, erhebt die ACHT die Stimme noch lauter. Sie lieben den Kampf und werden sich um keinen Preis zurückziehen oder geschlagen geben.

Verstecktes Kind - Der Schlüssel zur ACHT besteht darin, daß man das kleine Mädchen oder den kleinen Jungen sieht, die in der ACHT stecken. Man sieht es nicht, aber es ist immer da. Normalerweise zeigen sie es im Laufe ihres Lebens nur zwei oder drei anderen. Wenn ACHTer sich benehmen wie die Wilden und herumbrüllen und wenn man am liebsten den Schwanz einziehen und davonlaufen will, ist zu empfehlen, einfach das kleine Mädchen anzusprechen. Gehen Sie davon aus, daß da ein kleiner Junge ist.

Die Beschützer - ACHTer versuchen unaufhörlich, die kleinen Mädchen und die kleinen Jungen dieser Welt zu beschützen, all das, was zart und verwundbar ist. In der Dritten Welt gibt es viele Missionare, die ACHTer sind. Sie sind bereit, sich auf unendliche Widerwärtigkeiten einzulassen. Sie nehmen die größten Entbehrungen auf sich und schlafen auf dem nackten Boden - nur um einem kleinen armen Menschenkind zu helfen. Ihre Liebe zu den Kleinen und Schwachen ist grenzenlos.

Leidenschaft - Wenn man allerdings versucht, sich aufzublasen und selbst den starken Max zu markieren, dann pieken sie mit der Stecknadel in deinen Luftballon. Aber wenn man wirklich schwach und verwundbar zu ihnen kommt, werden sie sich mit endloser Leidenschaft um dich kümmern. Am Ende ihres Lebens schleppen ACHTer gewöhnlich eine schwere Bürde mit sich herum, daß so viele Leute sie nicht leiden können und daß sie selbst so viele andere verletzt haben. Sie trampeln oft tatsächlich auf anderen herum und treten sie mit Füßen. Ihre Leidenschaft ist zugleich ihre Sünde und ihre Gabe. Das heißt für sie: Sie müssen ihre zerstörerische Leidenschaft durchbrechen, um zu einer lebensschaffenden Leidenschaft zu gelangen.





DIE EINS - der Perfektionist

Ha! Wir haben den Advokat des Teufels zur Strecke gebracht und haben uns nun der EINS im Enneagramm zugewandt. Unser bisheriger Stresspunkt, die DREI hat sich nun zur ACHT hin entwickelt. Bäumchen wechsel dich?

Vollkommenheit - Irgendwann in ihrer Kindheit haben EINSer die Überzeugung gewonnen, daß nur Vollkommenes liebenswert ist. Man muß das Recht, geliebt zu werden, verdienen. Es ist für EINSer schwer sich vorzustellen, daß Unvollkommenes und Gebrochenes Liebe verdient. Aber genau diese Erfahrung ist es, die ihnen zum Durchbruch verhilft: bedingungslose Liebe. Das können sie nicht glauben. Man kann sehen, wie sich Paulus und Martin Luther damit rumschlagen, weil sie beide EINSer sind.

Unvollkommenheit - Die EINS ist fortwährend von der Realität enttäuscht, weil sie immer hofft: Jetzt kommt endlich mal was Vollkommenes! Aber bei näherem Hinsehen stellt sich heraus: Auch das ist es nicht. Diese Enttäuschung verdichtet sich zu Wut. Es ist nicht die Wut auf irgend etwas Bestimmtes, sondern ein gestaltloser, universeller Ärger, der Ärger über die Unvollkommenheit der Welt.

Zorn - Dieser Zorn versorgt sie mit einer Menge Energie für den Versuch, die Welt zu verbessern. Aber es ist aggressive Energie. Alle tun oft das Richtige aus den falschen Motiven. Das zu entdecken, ist sehr demütigend! Gott benutzt unsere Sünden für Gottes Ziele. Deswegen kann sich "kein Fleisch vor Gott rühmen", wie Paulus sagt.

Hehre Ideale - Die Wut der EINS sieht nicht aus wie Wut. Auf den ersten Blick wirkt sie wie Idealismus oder Eifer. Sie wirkt wie eine Tugend. Und diese Wut ist nicht nur für andere verborgen, sondern auch für die EINS selbst. EINSer sind in der Regel überrascht, wenn sie herausfinden, daß ihre Sünde der Zorn ist. Andere sehen es in der Regel eher als sie selbst. Sie sind überzeugt, daß sie hohe Ideale und edle Ziele verfolgen. Es ist für sie sehr schwer zuzugeben, daß das nur ihre hehren Ideale sind und nicht unbedingt objektiv edle Ziele. Das müssen sie zunächst einmal erkennen, wenn sie barmherzig werden wollen.

Schnelle Urteile - Tief in der EINS befindet sich ein tiefer Strom von Ärger, den sie nicht erkennt oder zugibt. Dieser Strom führt dazu. daß EINSer schnelle Urteile fällen. Das geht so schnell, daß sie selbst nicht merken, daß sie schon wieder ein Urteil gefällt haben. Diese schnellen Urteile verdichten sich schließlich zu einem Dauerzustand von Groll. Das läuft blitzschnell ab: Ärger - Urteil - Groll. Ärger - Urteil - Groll. Deshalb müssen sie im ersten Moment zupacken, wenn der Ärger auftaucht. Nur so können sie den Teufelskreis durchbrechen. Sie müssen erkennen, wie tief und konstant diese Wut ist. Und sie müssen aufhören, sie anders zu nennen, wie zum Beispiel "Wahrheit" oder "Gerechtigkeit". Sie müssen einfach zugeben, daß sie verdammt wütend sind. Das fällt ihnen sehr schwer, weil Musterkinder nicht wütend sind.

Musterkinder - Das Selbstbild, von dem die EINS abhängig ist, lautet: "Ich bin ein braves Kind!" Denn sie mußten Musterkinder sein, um entweder die Liebe ihrer Eltern zu bekommen oder um sie nicht zu verlieren. Sie dürfen sich z.B. nicht zugestehen, egoistisch zu sein. Deswegen muß sich ihr Egoismus verkleiden. Sie erlaube sich nicht, eigenen Gefühle wahrzunehmen, sondern fühlen, was sie fühlen sollen. Deswegen sind ihre Gefühle versteckt - sogar für sie selbst.

Heitere Gelassenheit - Eine EINS muß ihre wahren Gefühle und ihre eigene Sicht der Wirklichkeit erst entdecken. Das ist sehr schwer, weil das alles ständig von Geboten und Verboten überlagert und unterdrückt wird. Die EINS muß aufhören, Urteile zu fällen, vor allem moralische Urteile. EINSer sind besessen von moralischen Urteilen. Alles muß gut oder böse sein, verdienstlich oder sündig. Wenn sie es lernen, Dinge einfach sein zu lassen, wie sie sind, wenn sie lernen, zu sehen, bevor sie urteilen - dann gelangen sie zu einer wunderbaren heiteren Gelassenheit.

Harmonie - Wenn es gut geht, gelingt es ihnen am Ende besser als allen anderen, Zorn zu überwinden und zu verwandeln. Irgendwann sind sie von ihrer Wut und ihrem angestrengten Ernst derart müde, daß ihr innerer Friede ihre größte Gabe werden kann. Die erlöste EINS hat einen ausgesprochenen Sinn für Harmonie und Ausgewogenheit.

Wahrheit - Normalerweise hält man EINSer für sehr vernünftige Leute. Denn ihre Urteile erlauben ihnen, jeweils beide Seiten zu sehen. Aber sie müssen aufhören, ständig zu urteilen. Sie müssen aufhören, der eigenen Wut zu glauben. Sie müssen aufhören zu meinen, daß ihre Urteile wirklich auf die Wahrheit zielen. Anstelle von "alles oder nichts" müssen sie "sowohl als auch" zulassen. Das ist erlösend für eine EINS.





DIE SECHS NEBENÜBUNGEN - von Rudolf Steiner

Rudolf Steiner weist wiederholt auf sechs Eigenschaften hin, die der Stärkung des Seelenlebens dienen, und die sich jeder als Vorbedingung aneignen muss, der eine geistige Schulung anstrebt. Diese Nebenübungen müssen stets die meditativen Hauptübungen begleiten. Indem man sich in diesen sechs Eigenschaften übt, wird die 12-blättrige Lotosblume, das Herzchakra, regelmäßig ausgebildet, wird aktiv und beginnt sich zu drehen. Diese sechs Eigenschaften sind:

Gedankenkontrolle - die erste Nebenübung

Sie besteht darin, daß man wenigstens für kurze Zeiten des Tages nicht alles mögliche durch die Seele irrlichtelieren läßt, sondern einmal Ruhe in seinem Gedankenlaufe eintreten läßt. Man denkt an einen bestimmten Begriff, stellt diesen Begriff in den Mittelpunkt seines Gedankenlebens und reiht hierauf selbst alle Gedanken logisch so aneinander, daß sie sich an diesen Begriff anlehnen. Und wenn das auch nur eine Minute geschieht, so ist es schon von großer Bedeutung für den Rhythmus des physischen und Ätherleibes.

Initiative des Handelns - die zweite Nebenübung

Das heißt, man muß sich zwingen zu wenn auch unbedeutenden, aber aus eigener Initiative entsprungenen Handlungen, zu selbst auferlegten Pflichten. Die meisten Ursachen des Handelns liegen in Familienverhältnissen, in der Erziehung, im Berufe und so weiter. Bedenken Sie nur, wie wenig eigentlich aus der eigenen Initiative hervorgeht! Nun muß man also kurze Zeit darauf verwenden, Handlungen aus der eigenen Initiative hervorgehen zu lassen. Das brauchen durchaus nicht wichtige Dinge zu sein; ganz unbedeutende Handlungen erfüllen denselben Zweck.

Gelassenheit - die dritte Nebenübung

Das dritte, um was es sich handelt, kann man nennen Gelassenheit. Da lernt man den Zustand des Hin- und Herschwankens zwischen «himmelhoch jauchzend» und «zum Tode betrübt» regulieren. Wer das nicht will, weil er glaubt, daß dadurch seine Ursprünglichkeit im Handeln oder sein künstlerisches Empfinden verlorengehe, der kann eben keine okkulte Entwickelung durchmachen. Gelassenheit heißt, Herr sein in der höchsten Lust und im tiefsten Schmerz. Ja, man wird für die Freuden und Leiden in der Welt erst dann richtig empfänglich, wenn man sich nicht mehr verliert im Schmerz und in der Lust, wenn man nicht mehr egoistisch darin aufgeht. Die größten Künstler haben gerade durch diese Gelassenheit am meisten erreicht, weil sie sich dadurch die Seele aufgeschlossen haben für subtile und innere wichtige Dinge.

Unbefangenheit - die vierte Nebenübung

Das vierte ist, was man als Unbefangenheit bezeichnen kann. Das ist diejenige Eigenschaft, die in allen Dingen das Gute sieht. Sie geht überall auf das Positive in den Dingen los. Als Beispiel können wir am besten eine persische Legende anführen, die sich an den Christus Jesus knüpft: Der Christus Jesus sah einmal einen krepierten Hund am Wege liegen. Jesus blieb stehen und betrachtete das Tier, die Umstehenden aber wandten sich voll Abscheu weg ob solchen Anblicks. Da sagte der Christus Jesus: Oh, welch wunderschöne Zähne hat das Tier! - Er sah nicht das Schlechte, das Häßliche, sondern fand selbst an diesem eklen Kadaver noch etwas Schönes, die weißen Zähne. Sind wir in dieser Stimmung, dann suchen wir in allen Dingen die positiven Eigenschaften, das Gute, und wir können es überall finden. Das wirkt in ganz mächtiger Weise auf den physischen und Ätherleib ein. 

Glaube - die fünfte Nebenübung

Das nächste ist der Glaube. Glauben drückt im okkulten Sinne etwas anderes aus, als was man in der gewöhnlichen Sprache darunter versteht. Man soll sich niemals, wenn man in okkulter Entwickelung ist, in seinem Urteil durch seine Vergangenheit die Zukunft bestimmen lassen. Bei der okkulten Entwickelung muß man unter Umständen alles außer acht lassen, was man bisher erlebt hat, um jedem neuen Erleben mit neuem Glauben gegenüberstehen zu können. Das muß der Okkultist bewußt durchführen. Wenn einer zum Beispiel kommt und sagt: Der Turm der Kirche steht schief, er hat sich um 45 Grad geneigt - so würde jeder sagen: Das kann nicht sein. - Der Okkultist muß sich aber noch ein Hintertürchen offen lassen. Ja, er muß so weit gehen, daß er jedes in der Welt Erfolgende, was ihm entgegentritt, glauben kann, sonst verlegt er sich den Weg zu neuen Erfahrungen. Man muß sich frei machen für neue Erfahrungen; dadurch werden der physische und der Ätherleib in eine Stimmung versetzt, die sich vergleichen läßt mit der wollüstigen Stimmung eines Tierwesens, das ein anderes ausbrüten will.

Inneres Gleichgewicht - die sechste Nebenübung

Und dann folgt als nächste Eigenschaft inneres Gleichgewicht. Es bildet sich durch die fünf anderen Eigenschaften nach und nach ganz von selbst heraus. Auf diese sechs Eigenschaften muß der Mensch bedacht sein. Er muß sein Leben in die Hand nehmen und langsam fortschreiten im Sinne des Wortes: Steter Tropfen höhlt den Stein.





Oberes Gürbetal . ganz hinten Eiger . Mönch und Jungfrau . Wattenwil im Nebel . aber Sonne über dem Stockhorn . genau.