Tipp des Tages: niemand hindert uns, unserem negativen Tun sofort Einhalt zu gebieten. (by Dalai Lama)
Rettich
Rettich enthält Kalzium, Eisen, Natrium und Phosphor, vor allem aber Kalium, für Muskeln und Nerven. Außerdem ist er reich an Vitamin C und Folsäure und hat pro 100 g nur 14 Kalorien. Die eigentliche Heilkraft besitzen jedoch seine schwefelhaltigen Senföle. Sie machen nicht nur den Geruch und Geschmack des Rettichs aus, sie wirken auch antibakteriell und pilzabtötend. Daher ist Rettich gerade für Menschen interessant, die wegen des im Alter sinkenden Salzsäuregehalts im Magen unter Verdauungsproblemen leiden. Außerdem regen die Senföle die Schleimhautzellen zur Flüssigkeitsausschüttung an, was u.a. die Heilung von Atemwegserkrankungen begünstigt. Allerdings wird Rettich oft gesalzen, um die Schärfe zu mildern. Dabei geht ein großer Teil der heilsamen Komponenten verloren. (ich liebe diese kleinen Kalenderblättchen!)
* Stets bedenke, wie du weit lobenswerter und besser bist, wenn du dich selbst erkennst, als wenn du dich vernachlässigst und den Lauf der Sterne, die Wirkkraft der Kräuter, die Veranlagung der Menschen, die Natur der Tiere erkenntest und die Wissenschaft aller himmlischen und irdischen Dinge besäßest. - Gib dich also dir selbst zurück und wenn nicht immer, so doch wenigstens bisweilen. Beherrsche deine Leidenschaften, lenke deine Taten, berichtige deine Schritte. (by Bernhard von Clairvaux)
Der Brückentag im Juni
Traumwandeln? Schlafwandeln. Zielsicher. Über die Dächer. Unter streunenden Katzen. Der letzte Bus, die letzte Bahn. Das letzte Stück zu Fuß. Beim Brahmanen. Der Hellsichtige. Trübe Aussichten. Eine neue Brillenfassung. Die Optik. Die Botanik. Das Frühstück im Grünen. Gemälde alter Meister. Verlaufen und wiedergefunden. Nichts erzwingen. Keine Willkür anwenden. Das Geld muss fließen. Schenken macht reich? Die Freude des anderen. Das letzte Hemd. Die Quelle wird nie versiegen.
* In den Augenblicken, wo die Sonne untergeht, entzündet sich das Leben im Inneren. Maße dir kein Urteil darüber an, wer glücklich oder unglücklich, leuchtend oder dunkel ist. Du musst diese absurden Unterscheidungen zum Schweigen bringen und zur Einheit des Herzens zurückfinden, der freudigen Fülle. Entzünde in dir eine Sonne, die niemals verlöscht. (by Drukpa Rinpoche)
* Was ist 11:11? Eine Art "Schüsselzeichen", das auf der Zell und DNS-Ebene geistige Wirkungen zünden und hervorrufen soll. Oder auch eine Brücke, die die Evolutionsspiralen der Einheit mit der Evolutionsspriale der Getrenntheit verbindet. Die Überschneidungszone ist das eigentliche 11:11. Eine Art Lichtschalter, der in den Zellen und Atomen das Licht anmacht.
* Der schlechte Mensch ist undankbar und unerkenntlich. Ja, Undank und Unerkenntlichkeit ist die Weise eines schlechten Menschen. Der gute Mensch aber ist dankbar und erkenntlich. Ja, Dank und Erkenntlichkeit ist die Weise eines guten Menschen. (Der Erwachte - A II, 24)
* Ich kann, weil ich will, was ich muß. (by Immanuel Kant)
* Je nach dem eingenommenen Standpunkt kann man Sterben ebenso gut Geborenwerden nennen, in derselben Weise, wie man eine Pforte je nach dem Standpunkt Eingang oder Ausgang nennen kann. (by Paul Dahlke)
* der Christus hat die Welt erlöst und jeder einzelne muß dies für sich noch einmal nachvollziehen. (by Alexa Kriele)
Blitz-Idee - Für Krankenhäuser und Pflegeheime und ähnliche Gelegenheiten: sobald jemand bei einem Schutzbefohlenen, einem zu Betreuenden ist, kann er dessen Gesicht, Arme und Hände mit einem nassen Tuch abreiben. Das belebt und ist ein Dienst an der Menschheit. Ja.
Eskimos? - Die Arktisbewohner mögen es nicht, wenn man sie Eskimos nennt. Dieser Begriff stammt aus dem Indianischen und heißt Rohfleischesser. Lieber ist es ihnen, wenn man sie Inuit nennt - das bedeutet einfach "Menschen".
Schnittlauch für die Gesundheit? - Schnittlauch schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch gesund. Er ist reich an den Vitaminen A, B und C sowie an schwefelhaltigen ätherischen Ölen wie dem Senföl. Das ist auch im Knoblauch für dessen das Immunsystem stärkende Wirkung verantwortlich.
Zusätzlich sind im Schnittlauch fast alle Mineralien und Spurenelemente enthalten, die der menschliche Körper braucht. Besonders hervorzuheben ist dabei das blutbildende Eisen. Zusammen mit Vitamin C ist es eine echte Wunderwaffe gegen Frühjahrsmüdigkeit.
Das Gewürz kann aber noch mehr: es senkt den Blutdruck und den Cholesterinspiegel, schützt die Atemwege und Stimmbänder und kann Blasenentzündungen vorbeugen. Beim Kochen darf man den Schnittlauch aber nicht zu lange erhitzen, da sonst die wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen.
Kaffee für die Gesundheit? - Die Inhaltsstoffe von Kaffee haben positive wie auch negative Auswirkungen. Kaffee enthält u.a. Koffein und Mineralsalze (vor allem Kalium) sowie einige Röst - und Eiweißstoffe. Das Koffein erhöht die Leistungsfähigkeit, die Erregbarkeit und den Blutdruck, außerdem wirkt es abführend und harntreibend.
Kalium hingegen ist bekannt für seine blutdrucksenkende und beruhigende Wirkung - die einen sprechen mehr auf das Kalium an, die anderen auf das Koffein. Die Röststoffe im Kaffee regen die Säureproduktion im Magen an, was die Verdauung fördert, aber auch zu Sodbrennen führen kann.
Es kommt also auf den Organismus des Einzelnen an, ob ihm das schwarze Getränk nützt oder nicht. Erwiesen ist aber, dass Embryos Koffein nicht abbauen können und bei größeren Mengen Schäden erleiden. (Tageskalender)
Hier sind mal ein paar Sichtweisen zum Thema Depression:
Depression ist ein dumpfer Seelenzustand, aus dem nichts wächst.
Er ist wie modriges Wasser - gieß es weg!
Leiden macht bewusst, aber Depression ist ein Zustand des Unbewusstseins.
Dem Depressiven ist nicht klar, welch ein Geschenk das Leben ist.
Dankbarkeit ist das beste Mittel gegen alle nur erdenklichen Seelenzustände.
Gelesen in dem Buch: 'Zeitlose Wahrheiten für jeden Tag' von Stepski-Doliwa
Der Apfelbaum
Der Weise ist von nichts abhängig als von sich selbst. Er empfindet wie ein Apfelbaum:
er hängt nicht an seinen Äpfeln, sie hängen an ihm.
Und wenn sie gepflückt werden, ist er nicht traurig, sondern richtet seine Zweige auf und saugt aus Erde und Himmel neue Kräfte, um abermals schöner zu blühen und neuen Äpfeln das Leben zu schenken. (by K.O. Schmidt)
Ein Blizzard
"Wir waren vollständig eingeschneit auf dem Flughafen von O`Hare und saßen zwei ganze Tage und Nächte fest. Unsere Maschine hatte als letzte die Landeerlaubnis bekommen. Und dann erfuhren wir, dass es nicht nur keine Anschlussflüge mehr gab, sondern dass wir auch den Flughafen nicht verlassen konnten, weil draußen ein Blizzard tobte. Wir saßen im Flughafen fest. Aber man sagte uns, wir brauchten für das Essen nichts zu bezahlen. Und die Bars waren geöffnet. Es war wie im Paradies! Aber es gab trotzdem Leute, die die Stewardessen anschrien: 'Sorgen Sie dafür, dass ich weiterfliegen kann! Ich muss dringend nach Cincinnati!' -
Ganz anders verhielt sich eine bewundernswerte Frau. Sie ging zu allen Müttern, die mit ihren Kindern reisten und sagte: 'Überlassen Sie mir ihre Kinder. Ich wollte schon immer Kindergärtnerin werden und jetzt werde ich hier einen Kindergarten einrichten. Ich werde den Kindern Geschichten erzählen und während dieser Zeit können Sie sich etwas zu essen und zu trinken besorgen.' Sie hatte eine Entscheidung getroffen: 'Ich sehe, in welcher Lage du bist und ich will dir helfen, weil es mir Freude macht, dir zu helfen." (by Leo Buscaglia)
Der Rebell
"Die Leute haben Angst, große Angst vor denen, die sich selbst erkannt haben. Denn sie besitzen eine gewisse Kraft, eine Ausstrahlung, eine magnetische Anziehungskraft, ein Charisma, das lebendige, junge Leute aus dem Gefängnis der Tradition herausholen kann … Einen Erleuchteten kann man nicht zum Sklaven machen – das ist die Schwierigkeit. Und man kann ihn nicht einsperren…
Jeder geniale Mensch, der etwas von sich selbst erfahren hat, ist nicht so leicht zu nehmen; er wird zwangsläufig Aufsehen erregen. Die Massen wollen nicht aufgerüttelt werden, selbst wenn sie unglücklich sind. Sie sind unglücklich, doch sie sind an ihr Unglück gewöhnt. Und jeder, der nicht unglücklich ist, ist für sie ein Fremder. Ein Erleuchteter ist am fremdesten in dieser Welt. Er scheint nirgendwohin zu gehören. Keine Organisation schränkt ihn ein, keine Gemeinschaft, keine Gesellschaft, kein Land." (Osho Zen Tarot)
Kalenderblatt I.
"Man kann alle Krankheiten, die durch einen ungezügelten Appetit entstanden sind, Taktlosigkeiten nennen in dem Sinne, dass sie den Ernährungsvorgang aus seinem stato-dynamischen Takt bringen, der letzten Endes in seiner Gesamtheit das ist, was man Gesundheit nennt, und was der Einzelne als Gesundheit fühlt.
Von einem in seinem Funktionieren gut ausbalancierten, nicht aus dem Takt gebrachten Magen-Darmkanal hängt die rechte Statik des ganzen Organismus und von ihr wieder die rechte Dynamik ab."
Kalenderblatt II.
"Der Sündenfall beim Ich setzt ein mit jener Gleichgewichtsstörung des Magen-Darmkanals, die aus einem ungezügelten Appetit stammt, einem Appetit, der über das hinaus geht, was zum Ersatz des Ausgeschiedenen nötig ist, und der nicht aus physiologischen Notwendigkeiten, sondern aus sich selber heraus seinen Anreiz nimmt.
Die Gier des Essens ist der Ursprung vieler Krankheiten."
Kalenderblatt III.
"Erster und wichtigster Satz über Diätetik: Lebe mäßig der Quantität nach, so wird dir ein etwaiger Fehler in der Qualität nicht immer etwas anhaben. Entscheidend ist die Quantität. Man kann bei Trockenbrot oder Grünfutter ein Fresser sein mit allen üblen Folgen des Übermaßes.
Zweiter Grundsatz: Halte dich möglichst an lebendige Nahrung! Was du vernünftigerweise roh essen kannst, das töte nicht durch Kochen. Mach aber kein Prinzip aus der Rohkost!
Dritter Grundsatz: Meide Koch- und Konditorkünste jeglicher Art. Iss deine Nahrung einfach und so, dass du jederzeit dein eigener Koch sein kannst.
Vierter Grundsatz: Meide Einseitigkeit, sondern wechsle innerhalb des nach den obigen drei Grundsätzen dir Gestatteten, so gut es angeht.
Fünfter Grundsatz: Iss langsam, mit Bedacht. Viel kommt darauf an, den Moment nicht zu übergehen, in dem der Magen sein Sättigungszeichen gibt. Wem die Zeit fehlt, der esse lieber weniger."
(alle drei by Dr. med. Paul Dahlke)
Die Welt in Ordnung bringen
Ein kleiner Junge kam zu seinem Vater und wollte mit ihm spielen. Der aber hatte keine Zeit für den Jungen und auch keine Lust zum Spiel. Also überlegte er, womit er den Knaben beschäftigen könnte. Er fand in einer Zeitschrift eine komplizierte und detailreiche Abbildung der Erde. Dieses Bild riss er aus und zerschnipselte es dann in viele kleine Teile. Das gab er dem Jungen und dachte, dass der nun mit diesem schwierigen Puzzle wohl eine ganze Zeit beschäftigt sei. - Der Junge zog sich in eine Ecke zurück und begann mit dem Puzzle. Nach wenigen Minuten kam er zum Vater und zeigte ihm das fertig zusammengesetzte Bild. Der Vater konnte es kaum glauben und fragte seinen Sohn, wie er das geschafft habe. Das Kind sagte: "Ach, auf der Rückseite war ein Mensch abgebildet. Den habe ich richtig zusammengesetzt. Und als der Mensch in Ordnung war, war es auch die Welt. (Autor unbekannt)
PLING!
* in der Wüste kann man leicht versprechen keine Fische zu fangen. (arabische Spruchweisheit)
* dem Neide wirst du entgehen, wenn du verstehst, dich im Stillen zu freuen. (by Seneca)
* einen einzigen Menschen zu unterstützen, ist ein unendlich größeres Verdienst, als aufmerksam den Problemen von Erde und Himmel, Geistern und Dämonen zu folgen, mit denen sich gewöhnliche Menschen abgeben. (Indien)
* wählet und behaltet das Beste für euch und verurteilt nicht den Rest, den ihr nicht versteht.
* es sprach der Bach zum Berg: du musst mich nehmen, wie ich bin und riss ihm ein Stück aus der Flanke. Der Berg schwieg. Und als er endlich einstürzte, versiegte der Bach. (by Karl Lubomirski)
* in der Bibel steht geschrieben, der Mensch ist dem Menschen ein Wolf. Fazit? Es ist günstiger, nicht gesehen zu werden.
* die Deutschen haben keine Geduld, aber die Geduld hat die Deutschen.
* das Gesicht/Mensch wechselt - der Fürst bleibt.
* Grobheit ist des schwachen Mannes Imitation der Stärke.
* da wo Gott Dich hingesät hat, da sollst Du blüh`n.
* erst unter Kuss und Spiel und Scherzen erkennst du ganz, was Leben heißt. O lerne denken mit dem Herzen und lerne fühlen mit dem Geist. (by Fontane)
* nicht das Vielwissen sättigt die Seele und gewährt ihr Befriedigung, sondern das innere Fühlen und Verkosten der Dinge. (by Ignatius von Loyola)
* könnten wir die geheimen Biographien unserer Feinde lesen, würden wir im Leben eines jeden genügend Kummer und Leiden finden, um alle Feindseligkeit außer Kraft zu setzen. (by Longfellow)
* wenn du so schwer betrübt bist, dass du meinst, kein Mensch auf der Welt könne dich trösten, so tue jemandem etwas Gutes und gleich wird`s besser sein. (by Rosegger)
Der Erwachende sprach dies hier ... An meine Engel und Heiler! Die ERLÖSUNG ist fest installiert, sie leuchtet als göttliche Herzenssonne über die Menschheit. Was bedeutet das? Es ist lebendig in euch das bedingungslose JA zu jedem Menschen, die LIEBE, die nichts bewertet, sondern nur auf dich schaut; es ist das Annehmen eines jeden Wesens, so wie es gerade ist, ohne etwas zu fordern. Es gibt keine Leistung, die jetzt erbracht werden müßte, von niemandem mehr.
Die alte Welt schließt ihre Pforten und es wird nichts mit hinausgenommen. Im Hinaustreten aus dem Alten geschieht Heilung und alle Tränen werden abgetrocknet. Ihr werdet Menschen finden in fürchterlicher Verwirrung. Ihr, meine erwachenden Helfer und Liebenden, seid vorbereitet darauf. Geht nicht mit ihnen in die Verwirrung, sondern steht als reine Kraft in der Bedingungslosigkeit, im Nicht-Werten! Ich gebe jedem Helfer meine Kraft, ihr steht in meinem Segen und in meiner Macht zu heilen.
Wen ich hier meine, wird wissen, dass die Kraft da ist. Du spürst es zweifelsfrei. Das bin ICH in dir. Rede nicht viel, lege die Hände auf und lasse MICH machen. Wenn das nicht angenommen wird, so wird der richtige Zeitpunkt kommen. Keine Diskussionen!
Wer sich schlecht fühlt, kann sich auf die Erde legen, wie vorher erklärt wurde. Und immer wieder in das Vertrauen gehen! Ihr sollt wissen und nicht glauben. MARIA bringt euch das Wissen und die Klarheit des Verstandes, wo manches um euch glaubt, in Wahnsinn zu fallen. Es geht jetzt los.
Von euch, Engel und Heiler, darf ich nun erwarten, dass ihr in eure Qualität kommt und an meiner Seite steht. Ihr werdet, wenn es so weit ist, den ängstlichen Geschwistern Kraft und Sicherheit geben, weil ihr wißt, was geschieht.
Dazu darf ich auch anordnen, dass ihr zu eurer eigenen Bewußtwerdung beitragen sollt: Gebt keine Energien mehr her, um zu therapieren, lange Gespräche zu führen oder selbst an einer "Weiterbildung" zu arbeiten. Jede Minute ist kostbar! Ich muß euch ansprechen und leiten können in jedem Moment! Wenn ihr mit etwas anderem beschäftigt seid als in dem Stillestehen IN MIR, kann ich euch nicht erreichen. Dieses Stillestehen wird während jeder anderen Tätigkeit geübt. Ihr könnt durchaus ein normales Leben weiterführen. Es muß nur immer eine bewußte Leitung zu mir offen stehen und ihr müßt das GEFÜHL meiner Gegenwart in euch spüren. Wie gesagt wird jede/r selbst wissen, wer damit gemeint ist. (vom Buddhistischen Kalender abgetippt)
Rezeptvorschlag für ein ganzes Jahr
Man nehme zwölf Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst und zerlege jeden Monat in 30 und 31 Teile, so dass der Vorrat genau für ein Jahr reicht.
Es wird jeder Tag einzeln angerichtet aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor.
Man füge drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu, einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt. Dann wird die Masse sehr reichlich mit Liebe übergossen.
Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit und mit einer guten, erquickenden Tasse Tee ...
(by Goethe`s Mutter - Katharina Elisabeth von Goethe)
Danke Solve et Coagula!
Seufzer
Ein Seufzer lief Schlittschuh auf nächtlichem Eis und träumte von Liebe und Freude. Es war an dem Stadtwall, und schneeweiß glänzten die Stadtwallgebäude.
Der Seufzer dachte an ein Maidelein und blieb erglühend stehen. Da schmolz die Eisbahn unter ihm ein - und er sank - und ward nimmer gesehen.
(by Christian Morgenstern)
Überlass es der Zeit!
Erscheint dir etwas unerhört, bist du tiefsten Herzens empört, bäume nicht auf, versuch`s nicht im Streit, berühr es nicht, überlass es der Zeit.
Am ersten Tag wirst du feige dich schelten, am zweiten lässt du dein Schweigen schon gelten, am dritten hast du`s überwunden, alles ist wichtig nur auf Stunden. Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter, Zeit ist Balsam und Friedensstifter.
(Theodor Fontane)
Der Himmel wird weder die irdischen Realitäten missachten noch in die Freiheit eingreifen. Deshalb kann er eure Wünsche oft gar nicht oder nicht jetzt gleich oder nicht so erfüllen, wie ihr es erbeten habt. Auch wenn der Himmel eure Bitten mit Wohlwollen hört und ernst nimmt, so ist damit nicht garantiert, dass er sie zu diesem Zeitpunkt oder in der erbetenen Weise oder überhaupt erfüllen wird. (Kalenderblatt: Botschaft der Engel von Alexa Kriele)
Die Schneeflocke - Das Gewicht von Nichts oder Du bist wichtig - Sag, wie schwer ist eine Schneeflocke, fragte ein Sperling eine wilde Taube. Nicht mehr als nichts, war die Antwort. Dann, meinte der Sperling, muss ich dir eine wunderbare Geschichte erzählen:
Ich saß auf dem Ast einer Tanne, nahe dem Stamm, als es zu schneien anfing. Nicht sehr, nicht wie in einem Sturm. Nein, so wie in einem Traum, ohne Spur von Heftigkeit. Da ich nichts Besseres zu tun hatte, zählte ich die Schneeflocken, die sich auf den Zweigen und den Nadeln meines Zweiges festsetzten. Ihre Zahl war genau 3 741 952. Als die nächste Schneeflocke auf den Ast fiel - nicht mehr als nichts, wie du sagst - brach der Ast ab.
Nachdem er dies gesagt hatte, flog der Sperling davon. - Die Taube, die seit Noahs Zeiten als Autorität auf diesem Gebiet gilt, dachte eine Weile über diese Geschichte nach und sagte schliesslich zu sich selbst : vielleicht fehlt nur noch die Stimme – der Wunsch - eines einzigen Menschen, dass es Friede wird auf unserer Welt. Könnte es sein, dass Deine Stimme – Dein Wunsch – Dein Gedanke - die entscheidende Schneeflocke ist?
Die Kekstüte
Eine Frau kauft sich eine Tüte Kekse, um sich die Wartezeit auf das Flugzeug zu verkürzen. Als sie die Tüte öffnet, um sich einen Keks rauszunehmen, greift der Mann neben ihr auch in die Tüte. Sie sagt nichts und so essen sie abwechselnd immer einen Keks. Den letzten Keks bricht der Mann durch und gibt ihr die Hälfte. Im Flugzeug öffnet sie ihre Tasche und entdeckt ihre gekaufte Kekstüte. Sie hatten die ganze Zeit aus der Kekstüte des Mannes gegessen. (sinngemäße Wiedergabe aus einem älteren KGS-Heft)
Gepäck
"Das tibetische Wort für Körper, lü, bedeutet, wörtlich übersetzt: "etwas, was man zurücklässt" - wie Gepäck. Jedes Mal, wenn wir lü sagen, werden wir daran erinnert, dass wir bloß Reisende sind, die vorübergehend Herberge in diesem Leben und in diesem Körper genommen haben."
(by Sogyal Rinpoche)
Wohl auch deshalb haben in Tibet die Menschen nicht ihre ganze Zeit damit verbracht, die äußeren Umstände komfortabler zu gestalten. Sie waren schon zufrieden, wenn sie genug zu essen, etwas zum Anziehen und ein Dach über dem Kopf hatten. Verbissen zu versuchen, die äußeren Umstände zu verbessern, so wie wir es tun, kann zum Selbstzweck werden und zu sinnloser Ablenkung führen. Würde irgendjemand, der recht bei Sinnen ist, auf die Idee kommen, jedes Mal wenn er ein Hotelzimmer nimmt, den Raum in mühevoller Arbeit umzugestalten?" (per e-mail erhalten)
Kirchgang - Tritt aus ängstlichem Zögern heraus in den Sturm des Geschehens. Nur von Gottes Gebot und Deinem Glauben getragen. Und die Freiheit wird Deinen Geist jauchzend empfangen. (by Dietrich Bonhoeffer)
Weltlauf - Hat man viel, so wird man bald noch viel mehr dazu bekommen. Wer nur wenig hat, dem wird auch das wenige genommen. Wenn du aber gar nichts hast, ach so lasse dich begraben - denn ein Recht zum Leben, Lump, haben nur, die etwas haben. (by Heinrich Heine)
Sterne & Co. - Der Abstand zu unserer Sonne beträgt acht Lichtminuten. Die meisten Sterne, die wir mit bloßem Auge erkennen können, befinden sich einige hundert Lichtjahre von uns entfernt. In ihrer Größe gleichen sie etwa der Sonne. - Die sichtbaren Sterne konzentrieren sich vor allem in einem Streifen, den wir Milchstraße nennen. Diese unsere Galaxis hat einen Durchmesser von ungefähr hunderttausend Lichtjahren, mit vielen Milliarden Sternen. Unsere Sonne ist ein gewöhnlicher Stern durchschnittlicher Größe am Rand eines der Spiralarme. - Ferner: Unsere Galaxis ist nur eine von einigen hundert Milliarden Galaxien. Jede umfasst einige hundert Milliarden Sterne. (by Stephen Hawking - der nächstes Jahr mit 67 in Rente gehen wird)
Die Brückentage - immer der dritte Samstag im Monat
(Texte zur Flammenübertragung in der Brücke zur Freiheit by Lhatara)
Mai - Faustdick hinter den Ohren. Eine ganz gescheite. Versammlungsrecht und dableiben dürfen. Traumschöne Strände. Meeresrauschen in der Muschel am Ohr. Flüstertüten. Trantüten. Lahme Enten. Stolz marschiert er durch die Menge. Ein großes Gehabe. Nur heiße Luft. Den haben wir ganz schnell durchschaut. Macht nichts. Eine gute Gelegenheit zum Veredeln. Dünn wie eine Bohnenstange? Träge wie ein alter Mehlsack? Fett wie ein Walroß? Ein Hungerhaken. Transparente Ideen. Durchsichtige Haut. Da sieht man ja die Knochen. Man darf nicht alt werden ...
April - Sahnestückchen. Tontaubenschießen? Makaber. Wortspiele. Die Wirkung der Worte. Begriffssammlung. Öde Zeiten? Die Gedanken sind frei. Mach was draus. Ein dreister Blick. Schmelzende Blicke. Die Tusnelda. Wir gehen heut auf`s Ganze. Bahn frei. Trödelmärkte. Klamottenläden. Zweite Wahl. Erste Instanz. Ein Kuckucksei ins fremde Nest gelegt. Platzmangel. Über Bord gehen. Erste Flugversuche. Manchmal muss man ein bißchen nachhelfen.
März - Fast den ganzen Kuchen allein gegessen? Teilen. Das Himmelreich zu Boden werfen. Die Erdbewohner. Das Tierreich zu Wasser und zu Lande. Die Könige der Lüfte. Himmlischer Zauber. Vielversprechend. Tausendschönchen. Tausendfüssler. Es sind noch Tausendmarkscheine in Umlauf. Das vergessene Geld unter den Matratzen. Das Geld in den Tonkrügen. Die vielen süßen Sparschweine. Und was ist nun mit den Glückspfennigen für die Brautschuhe? Schnell heiraten. Und den Brautstrauß nicht vergessen!
Februar - Geheime Kräfte. Sich verlassen können. Auf den ist Verlaß. Fürchtegott und Tunichgut? Sieben mal sieben im Quadrat. Zwischenräume füllen. Zwischenräume erkennen und abarbeiten. Treu sein. Das große Finale. Das Phantom der Oper. Hauptdarsteller und Statisten. Gut gemacht. Die Gage wird erhöht. Im Trüben fischen. Das Salz der Erde. Die großen Wüsten. Eine drohende Versteppung. Wasser wird knapp? Der Einsatz von Geschirrspülmaschinen in ein-Personen-Haushalten? Die Bequemlichkeiten pflegen? Die Befindlichkeiten vorschieben? Beherrschtheit praktizieren. Ende
Januar - Der nominelle Vertreter. Die instinktive Abwehrhaltung. Das Liebäugeln mit der schönen Handtasche. Hat sie denn nicht mal genug? Auf diese Frage wird es keine Antwort geben. Draußen bleiben. Hunde sind hier anzuleinen. Wertstoffbehälter. Eins auf die Mütze kriegen. Radikales Umdenken. Fehlverhalten. Werfen sie hier bitte nichts über Bord. Die Verschmutzung der Meere. Das Artensterben. Der Hang zum Übertriebenen. Das Auswärtsspiel. Die Punkte reichten wieder mal nicht. Sonntags ist meist schlechte Stimmung. Aber der nächste Sommer kommt bestimmt.
Dezember 2008- Fürwahr und ohnesgleichen. Hochdeutsch und der Rest der Welt. Die Philippinen und die Vulkane. Erdbeben und Schwankungen der Atmosphäre. Sylter Feuerwerk und Husumer Krabben. Reetdachhäuser im Vergleich mit anderen Häusern. Klitsche und Baracken. Kaschemme? Ein schlechter Ruf. Unumwunden zugeben. Verbesserungen planen. Sturzbachartige Regenfälle. Das Sommerloch. Die Wintersaison. Einzelfälle und gewöhnliche Vorkommnisse. Das Standardprogramm. Zu Silvester wird geknallt? Brot des Wissens statt Böller.
November - Das weltweite Aufatmen. Die vielen Weltwunder. So nach und nach verabschieden sie sich. Platz für den Wassermann. Rigorose Veränderungen. Drastische Maßnahmen. Der wievielte Tote? Verhungert. Verdurstet. Das wievielte Opfer? Delikte. Im Affekt gehandelt. Bereuen. Einsicht zeigen. Buße tun. Abbitte leisten. Vergebung. Sich selbst und den anderen. Genau hinschauen. Gründlich durchdenken. Das soll nie wieder vorkommen? Man soll nie, nie sagen. Die Absicht aufrecht halten ist schon mal ein erster Schritt. Und dann sehen wir weiter. Im guten Willen sein. Danke.
Oktober - Ein Flammenmeer. Das reitende Heer. Der Ritt auf der Kanonenkugel. Festgehalten und fremdbestimmt? Losreißen und den eigenen Willen anwenden. Starkbier und Faßbrause. Kohlrabenschwarz. Putzmunter. Pechmarie. Der gestiefelte Kater. Das Voralpengebiet. Das Frankenland. Die Heimatvereine. Die ganz Treuen und die ewig jung gebliebenen. Romanhefte und gebundene Bücher. Antiquarisch und Neubestände. Wohlwollende Blicke. Durchsichtige Gedankengänge. Wir ahnen schon, was das werden soll.
September - Fehltritte. Sangesfreudig. Der absolute Höhepunkt. Wer bietet mehr. Abschütteln wie ein lästiges Insekt. Ein räudiger Hund. Ihn stört die Fliege an der Wand. Kurz und gut. Knapp bei Kasse. Ein resolutes Auftreten. Was hetzt du denn so? Wir haben doch alle Zeit der Welt. Mißverständnisse. Immer und überall Mißverständnisse. Es lebe das Mißverständnis. Hinhören. Nicht so oberflächlich. Lesen was da steht. Sie wollen immer noch was dazu dichten. Das Geschriebene passend machen. Es muss alles nach ihrer Nase gehen. Vermaledeiter Unsinn. Ist denn auf niemand mehr Verlass?
August - Sensible Zeitgenossen. Haben wir noch was in petto? Transglobal und Multimeditativ. Gewinnerquoten sind angeschlagen am Schwarzen Brett. Die Trefferquote ist gut. Heute geht`s uns gut. Der Abschied wird uns schwerfallen. Transparente Wände. Gläserne Studios. Wände aus Beton. Stahlgerüste und Verkleidungen zum Schutz. Die Bauarbeiten haben sich verzögert. Sind es Lieferschwierigkeiten? Ist es Geldmangel? Wurde die Baugenehmigung nicht eingeholt? Das alles wird noch überprüft. Amen.
Juli - Verrückte Zeiten. Ein Tunichgut und ein Hans-guck-in-die-Luft. Kann das gutgehen. Disziplinarverfahren. Erzieherische Maßnahmen. Wenn`s dem Esel zu wohl wird. Flüchtigkeitsfehler. Trainingscamps. Aus der Versenkung holen. Unüberbrückbare Hindernisse. Der Wannsee. Ein Bad im Wannsee. Die Spinnerbrücke. Das Waldcafé. Sie wurden empfindlich gestört. Zu jedem anderen Zeitpunkt hätte es gepasst, nur nicht jetzt. Immer dasselbe. Es passt dir ja nie. Alles faule Ausreden. Abstreiten. Behauptungen. Ende.
Juni - Der Wüterich. Die Boshaftigkeit. Der Blutrausch. Komm auf die Bühne des Lebens. Schau dir alles an. Wähle was für dich richtig ist. Nimm nicht zuviel. Die Last wird sonst zu schwer für dich. Umgarne das wenige mit deiner Liebe. Achte die Weggefährten. Achte die Pflanzen am Wegesrand. Verweile und mache dir klar, welche Wunder da vollbracht wurden. Nichts ist selbstverständlich. Geschenke für dich. Dankbarkeit.
DER RABENGOTT - Odin selbst verzehrt nur Wein
Die germanische Religion enthält Elemente einer Schamanenreligion, die mit der Buchreligion des Christentums eine Synthese einging. Odin, nordgermanisch; südgermanisch: Wodan, Wotan, Wuotan ist der Zauberherr (er kennt die Runen), der, als er Mimir für den Blick in den Brunnen der Weisheit ein Auge opfert, das Schamanenwissen erlangt und den man auch am Raben- und Wolfsgeleit als Schamanen erkennt.
Schamane (Schamanismus ist die Kulturform der frühen Jäger) wird der durch Qual und Prüfung zum Heilswissen gekommene Zauberherr, dem Tiergeister dienen. Odin/Wodan reitet zwischen Weihnachten und Neujahr als der wilde Jäger dem ungeheuren Eber Gullinborsti nach, und wehe dem, der des nachts der wilden Jagd begegnet.
Er hält den Kampf unter den Menschen wach, um die tapfersten Germanen (die im Kampfe Erschlagenen) in Wal-halla zu versammeln, wo er sie mit Met und Speise bewirtet - er selbst verzehrt nur Wein, die ihm geopferten Speisen verzehren die zu seinen Füßen sitzenden Wölfe Geri (der "Gierige") und Freki (der "Gefräßige"), mit denen er am Ende der Zeit in die Schlacht gegen das Böse zieht, in der er vom Fenrirswolf getötet wird.
Auf Odins Schultern sitzen zwei Raben, die ihm alle Begebenheiten, die sie sehen oder hören, ins Ohr sagen, sie heißen Hugin ("Gedanke") und Munin ("Gedächtnis"). Diese sendet er früh am Morgen aus, um durch alle Welten zu fliegen, und um die Frühstückszeit kehren sie zurück.
Das Lied von Grimnir (Grímnismal)
Freki und Geri füttert der kampfgewohnte Heervater, reich an Ruhm; doch von Wein allein lebt der waffengeschmückte Odin alle Zeit.
Über Midgard müssen Munin und Hugin fliegen Tag aus, Tag ein; ich fürchte, daß Hugin heim nicht kehre, doch sorg' ich um Munin noch mehr.
Klappe die Wievielte ?
* Du forderst Glauben, du forderst Vertrauen, du forderst Liebe? Mach`s anders: sei glaubwürdig, sei vertrauenswürdig, sei liebenswert. Säe und du wirst ernten. (by Theodor Weissenborn)
* Das Ärgerlichste am Ärger ist, dass er keinem nützt und einem selbst nur schadet. (Volksmund)
* Warum furzet und rülpset ihr nicht, ja schmeckt es euch denn nicht ? (by Martin Luther).
* Empfangen durch Verleugnung ist keine Heldenthat. (Vywamus)
* Die Deutschen sind psychisch nicht so stabil wie die Engländer. (by Helmut Schmidt)
* Die wichtigste Stunde ist die Gegenwart, der bedeutendste Mensch der, der dir gerade gegenübersteht und das wichtigste Werk ist die Liebe. (by Meister Eckehart)
* Mensch, was du liebst, in das wirst du verwandelt werden. Gott wirst du, liebst du Gott und Erde, liebst du Erden. (by Angelus Silesius)
* Es ist nicht wenig Zeit, was wir haben, sondern es ist viel, was wir nicht richtig nutzen. (by Seneca)
* Reichtum - bei dem Weisen ist der Reichtum ein Diener, bei dem Toren spielt er den Herrn. (by Seneca)
* Es ist keine Schande nichts zu wissen, jedoch ist es eine Schande nichts lernen zu wollen. (Sokrates)
* Die einzige Möglichkeit einen Freund zu finden, ist selbst einer zu sein. (by Ralph Waldo Emerson)
* Eine glückliche Mutter ist für die Kinder segensreicher als hundert Lehrbücher über die Erziehung. (by Heinrich Pestalozzi)
* Kannst du nicht Stern am Himmel sein, so sei Lampe im Haus. (arabisch)
* Am besten heitert man sich auf, indem man andere aufheitert! (Mark Twain)
* Älter werden ist wie auf einen Berg steigen. Je höher man kommt, desto mehr Kräfte sind verbraucht, aber umso weiter sieht man. (by I. Bergmann)
* Für den, der sein Glück im Genießen und nicht im Wirken sucht, muss dieses Leben unausfüllbare Leere bleiben. (by Ernst Moritz Arndt)
AUS EINER BOTSCHAFT
"Information ist ganz einfach Information, man kann damit tun was man will, das wichtigste daran ist, wie ihr euch fühlt, wenn ihr diese Information intus habt, entweder seid ihr in Resonanz damit oder nicht.
Es ist so einfach und simpel, dass es heisst, wenn ihr nicht in Resonanz damit seid, dann bedeutet das nicht automatisch, dass ihr eine Lizenz dafür habt, Streitigkeiten über das gesagte ins Leben zu rufen.
Die Wahrheit braucht niemals Verteidigung, sie beweist sich stets selbst, und wenn eure Wahrheit im Einklang mit dem ist, was man als Grössere Wahrheit bezeichnet, dann wird sie sich euch offenbaren." (by Kuthumi)
Was ist ein Zeitraabe? - Ich erstarrte vor Angst und beneidete meinen Hausbesitzer in seinem ruhigen Altersheim. "Man muss in der Kunst die Rückreise seiner Schritte planen, dann klappt die Reise vielleicht", rief er pathetisch. Plötzlich knallte es, und eine Rauchwolke behinderte meine Sicht, und als der Rauch sich verzogen hatte, stand dieser Rabe da und hatte die Augen des merkwürdigen Mannes und dessen triumphierenden Blick.
Ich hörte ihn murmeln: "Aber wie lautet die Formel? verflucht noch mal, die Formel der Rückreise!" - Ich nahm schnell meine Kamera, die gerade in der Nähe lag, und knipste dreimal. Leider sind die anderen zwei Bilder schlecht geworden, weil der Rabe wütend flatterte. Und hätte ich dieses Bild nicht, das ich Dir nun beilege, hätte ich das ganze nicht geglaubt. Der Rabe ist übrigens fluchend davongeflogen, und seitdem ist der Mann im Dorf nicht mehr gesehen worden. (by Rafik Schami)
* Wir waren unermeßlich lange am See und sind unermeßlich oft in der Sonne stehen geblieben, um die Raben zu beobachten, wie sie ausgiebig ihr Gefieder putzten.
* Und heute stand die Sonne schon ziemlich tief und blendete die ganze Zeit. Zwar konnte ich nicht sehen, wer mir entgegen kam, aber in der Sonne fühlte ich mich sicher und geborgen und dachte, wenn man so voll im Licht ist, löst sich alles andere von alleine.
* Im Traum saß ein großer Rabe vor mir. Ich war die ganze Zeit geschäftig hin und her gegangen, ohne ihn zu bemerken. Als ich ihn plötzlich sah, wusste ich, dass er die ganze Zeit schon da war. Ich staunte über sein tiefschwarzes leuchtendes Gefieder. Und er spreizte einen Flügel dergestalt, dass der zusammen mit seinem Körper einen Kreis bildete. (13. April 2009)
DIE ACHT HAUPTÜBUNGEN - by Rudolf Steiner
- für die Tage der Woche -
Der Mensch muß auf gewisse Seelenvorgänge Aufmerksamkeit und Sorgfalt verwenden, die er gewöhnlich sorglos und unaufmerksam ausführt. Es gibt acht solche Vorgänge. Es ist natürlich am besten, auf einmal nur eine Übung vorzunehmen, zum Beispiel während acht oder vierzehn Tagen, dann die zweite usw., dann wieder von vorne anfangen. Übung acht kann indessen am besten täglich gemacht werden. Man erreicht dann nach und nach richtige Selbsterkenntnis und sieht auch, welche Fortschritte man gemacht hat. Später kann dann vielleicht - mit Samstag beginnend - täglich eine Übung vorgenommen werden neben der achten, zirka fünf Minuten dauernden, so daß dann jeweils auf denselben Tag die nämliche Übung fällt. Also Samstags die Gedankenübung, Sonntags die Entschlüsse, Montags das Reden, Dienstags das Handeln, Mittwochs die Taten usw.
SAMSTAG
Auf seine Vorstellungen (Gedanken) achten. Nur bedeutsame Gedanken denken. Nach und nach lernen, in seinen Gedanken das Wesentliche vom Unwesentlichen, das Ewige vom Vergänglichen, die Wahrheit von der bloßen Meinung zu scheiden. Beim Zuhören der Reden der Mitmenschen versuchen, ganz still zu werden in seinem Innern und auf alle Zustimmung, namentlich alles abfällige Urteilen (Kritisieren, Ablehnen), auch in Gedanken und Gefühlen, zu verzichten. Dies ist die sogenannte «richtige Meinung».
SONNTAG
Nur aus begründeter voller Überlegung heraus selbst zu dem Unbedeutendsten sich entschließen. Alles gedankenlose Handeln, alles bedeutungslose Tun soll von der Seele ferngehalten werden. Zu allem soll man stets wohlerwogene Gründe haben. Und man soll unbedingt unterlassen, wozu kein bedeutsamer Grund drängt. Ist man von der Richtigkeit eines gefaßten Entschlusses überzeugt, so soll auch daran festgehalten werden in innerer Standhaftigkeit. Dies ist das sogenannte «richtige Urteil», das nicht von Sympathie und Antipathie abhängig gemacht wird.
MONTAG
Das Reden. Nur was Sinn und Bedeutung hat, soll von den Lippen desjenigen kommen, der eine höhere Entwickelung anstrebt. Alles Reden um des Redens willen - zum Beispiel zum Zeitvertreib - ist in diesem Sinne schädlich. Die gewöhnliche Art der Unterhaltung, wo alles bunt durcheinander geredet wird, soll vermieden werden; dabei darf man sich nicht etwa ausschließen vom Verkehr mit seinen Mitmenschen. Gerade im Verkehr soll das Reden nach und nach zur Bedeutsamkeit sich entwickeln. Man steht jedem Rede und Antwort, doch gedankenvoll, nach jeder Richtung hin überlegt. Niemals ohne Grund reden! Gerne schweigen. Man versuche, nicht zu viel und nicht zu wenig Worte zu machen. Zuerst ruhig hinhören und dann verarbeiten. Man heißt diese Übung auch: «das richtige Wort».
DIENSTAG
Die äußeren Handlungen. Diese sollen nicht störend sein für unsere Mitmenschen. Wo man durch sein Inneres (Gewissen) veranlaßt wird zu handeln, sorgfältig erwägen, wie man der Veranlassung für das Wohl des Ganzen, das dauernde Glück der Mitmenschen, das Ewige, am besten entsprechen könne. Wo man aus sich heraus handelt (aus eigener Initiative), die Wirkungen seiner Handlungsweise im voraus auf das Gründlichste erwägen. Man nennt das auch «die richtige Tat».
MITTWOCH
Die Einrichtung des Lebens. Natur- und geistgemäß leben, nicht im äußeren Tand des Lebens aufgehen. Alles vermeiden, was Unruhe und Hast ins Leben bringt. Nichts überhasten, aber auch nicht träge sein. Das Leben als ein Mittel zur Arbeit, zur Höherentwickelung betrachten und demgemäß handeln. Man spricht in dieser Beziehung auch vom «richtigen Standpunkt».
DONNERSTAG
Das menschliche Streben. Man achte darauf, nichts zu tun, was außerhalb seiner Kräfte liegt, aber auch nichts zu unterlassen, was innerhalb derselben sich befindet. Über das Alltägliche, Augenblickliche hinausblicken und sich Ziele (Ideale) stellen, die mit den höchsten Pflichten eines Menschen zusammenhängen, zum Beispiel deshalb im Sinne der angegebenen Übungen sich entwickeln wollen, um seinen Mitmenschen nachher um so mehr helfen und raten zu können, wenn vielleicht auch nicht gerade in der allernächsten Zukunft. Man kann das Gesagte auch zusammenfassen in «Alle vorangegangenen Übungen zur Gewohnheit werden lassen».
FREITAG
Das Streben, möglichst viel vom Leben zu lernen. Nichts geht an uns vorüber, das nicht Anlaß gibt, Erfahrungen zu sammeln, die nützlich sind für das Leben. Hat man etwas unrichtig oder unvollkommen getan, so wird das ein Anlaß, ähnliches später richtig oder vollkommen zu machen. Sieht man andere handeln, so beobachtet man sie zu einem ähnlichen Ziele (doch nicht mit lieblosen Blicken). Und man tut nichts, ohne auf Erlebnisse zurückzublicken, die einem eine Hilfe sein können bei seinen Entscheidungen und Verrichtungen. Man kann von jedem Menschen, auch von Kindern, viel lernen, wenn man aufpaßt. Man nennt diese Übung auch «das richtige Gedächtnis», das heißt sich erinnern an das Gelernte, an die gemachten Erfahrungen.
ZUSAMMENFASSUNG
Von Zeit zu Zeit Blicke in sein Inneres tun, wenn auch nur fünf Minuten täglich zur selben Zeit. Dabei soll man sich in sich selbst versenken, sorgsam mit sich zu Rate gehen, seine Lebensgrundsätze prüfen und bilden, seine Kenntnisse - oder auch das Gegenteil - in Gedanken durchlaufen, seine Pflichten erwägen, über den Inhalt und den wahren Zweck des Lebens nachdenken, über seine eigenen Fehler und Unvollkommenheiten ein ernstliches Mißfallen haben, mit einem Wort: das Wesentliche, das Bleibende herauszufinden trachten und sich entsprechende Ziele, zum Beispiel zu erwerbende Tugenden, ernsthaft vornehmen. (Nicht in den Fehler verfallen und denken, man hätte irgend etwas gut gemacht, sondern immer weiter streben, den höchsten Vorbildern nach.) Man nennt diese Übung auch «die richtige Beschaulichkeit».
Frieden auf Erden
Pflicht ist mindestens Frieden auf Erden. Frieden auf Erden ohne Pflicht heißt Mensch.
Frieden auf Erden ohne Mensch heißt Christus. Frieden auf Erden ohne Christus heißt Selbst.
Frieden auf Erden ohne Selbst heißt Prana. Frieden auf Erden ohne Prana heißt Qualität.
Frieden auf Erden ohne Qualität heißt Materie. Frieden auf Erden ohne Materie heißt Geistlichkeit.
Frieden auf Erden ohne Geistlichkeit heißt Recht. Frieden auf Erden ohne Recht heißt Gesellschaft.
(by Monte Rosa)
DER GEIST DER HÖFLICHKEIT - Bitte und danke sagen; die Stimme zu senken, wenn wir die Ruhe anderer stören könnten; einen Hinzukommenden in das Gespräch einzubeziehen; einen neuen Nachbarn willkommen zu heißen; zuzuhören, um zu verstehen und zu helfen; die zu respektieren, die anders sind als wir; mit Selbstbeherrschung einer Herausforderung zu begegnen.
Müll, der von jemand anderem liegengelassen wurde, zu entsorgen; gefährlichen Industrieabfall korrekt zu beseitigen; unsere Fehler einzugestehen; sich an bösartigem Klatsch nicht zu beteiligen; eine neue Kanne Kaffee im Büro zu kochen, nachdem man die letzte Tasse getrunken hat; beim Autofahren einen Richtungswechsel anzuzeigen, im Bus aufzustehen, wann immer es angebracht erscheint.
Die Person hinter uns im Flugzeug darauf aufmerksam zu machen, bevor wir unseren Sitz zurückstellen; auf der Rolltreppe auf der rechten Seite zu stehen; jemandem, der sich verirrt hat, den Weg zu zeigen; an der roten Ampel zu halten; mit Gelassenheit anderer Meinung zu sein und mit Würde Recht zu geben, wenn wir einen Streit verlieren: Alle diese verschiedenen Verhaltensweisen sind durchdrungen vom Geist der Höflichkeit. (P. M. Forni)
Das Beste von anderen zu denken, ist anständig und ein Weg, eine Quelle gesunder Unschuld in unserem Leben zu erhalten. Wenn wir uns anderen nähern und davon ausgehen, dass sie gut, ehrlich und einfühlsam sind, ermutigen wir sie, gerade so zu sein. Meine Energie und meine Begeisterung in meiner Rolle als Lehrer verdanke ich großenteils der Annahme, dass alle meine Studenten grundsätzlich gute Menschen sind, interessiert am Erwerb von Wissen und gewillt, hart zu arbeiten.
Indem ich glaube, dass sie gut sind, will auch ich für sie gut sein. Ich fühle mich herausgefordert, ebenso herausragend wie sie zu sein. Mache ich mir etwas vor, wenn ich von ihnen das Beste annehme? Manchmal vielleicht schon. Aber was wirklich zählt, ist, dass fast alle an der Vorgabe wachsen und auf der Welle meines Vertrauens reiten. Indem ich das Beste von ihnen denke, werden sie durch den Vertrauensvorschuss, den ich ihnen gewähre, geformt. Sie werden zu dem, was ich von ihnen angenommen hatte. Das ist die größte Belohnung für einen Lehrer. (by P.M. Forni)
Die Sonne - Wahre Macht besteht nicht darin, die Leute herumzukommandieren; zu schlagen, zu bestrafen oder sie umzubringen, sondern darin, sie so zu erwärmen, dass sie nicht mehr widerstehen können und sich ausziehen. Nur die Sonne besitzt diese Macht.
Sie beginnt ihn zu erwärmen und dort, wo weder Regen noch Wind noch Unwetter noch Schnee Erfolg hatten, dort triumphiert die Sonne: Der Mensch zieht sich aus. Das bedeutet: Wenn ihr wollt, dass die Menschen ihre Schwächen, ihr Elend, ihre Bosheiten ablegen, müsst ihr sie mit eurer Liebe erwärmen. Es gibt kein anderes Mittel. (by O.M. Aivanhov)
Todesfurcht - Die Ursache der Todesfurcht liegt in der materialistischen Weltanschauung, die die Form der Erscheinungswelt für wirklich hält. Die Todesfurcht ist einerseits die Folge des persönlichen Anhängens an materiellen Gütern, an Familie, Freunden oder eine lieb gewordene Lebensaufgabe, andererseits hat sie ihren Grund in der Unkenntnis der Natur und des Wesens des Menschen, seines Fortlebens und Wirkens nach dem Tod des physischen Körpers.
Nur die Erkenntnis, dass der Mensch ein geistiges Wesen ist, das beim Sterben lediglich die Fesseln des Körpers ablegt, vermag den Tod seiner Schrecken zu entkleiden. - Der Tod ist der Übergang von einer Bewusstseinsform in eine andere. Er bedeutet also nicht Vernichtung, sondern die Geburt in eine andere Bewusstseinswelt. (O.M. Aivanhov)
Schweiz - Totalschaden als Berg heißt Schweiz. Berg ohne Schaden heißt Rosa. Rosa ohne Schaden heißt Biel. Schaden als Rosa heißt Bern. Schaden als Bindung heißt Sprache. Sprache ohne Schaden heißt Liebe. Liebe ohne Schaden heißt Kreativität. Kreativität ohne Schaden heißt Dürrenmatt. Dürrenmatt ohne Schaden heißt Frisch. Frisch ohne Schaden heißt Susanne. Wattenwil ohne Schaden heißt Freiheit. Freiheit ohne Schaden heißt Engelflug. Schaden als Engelflug heißt Mephisto. Mephisto als Engelflug heißt Vywamus. Vywamus ohne Engelflug heißt Maitreya. Maitreya ohne Engelflug heißt Allgemeinheit. (by Monte Rosa)
Briefe by Arunachala
* Gluthitze als Wert heißt Eis. Gluthitze ohne Wert heißt Wüste. Wüste als Wert heißt Erfahrung. Eis als Wert heißt Erkenntnis. Erkenntnis ohne Eis heißt Leben.
* Fürst - Führungskraft als Arjuna heißt Fürst. Fürst als Führungskraft heißt Ästhetische Erziehung. Ästhetische Erziehung als König heißt Krischna. Krischna als Notwendigkeit heißt Maitreya. Maitreya als Deutschland heißt Bismarck. Bismarck als Deutschland heißt Selbstakzeptanz.
* Bismarck - Fassung als Ästhetische Erziehung heißt Fürst. Übereinstimmung als Zusammenhalt heißt Fürst. Wahrheit als Fürst heißt Bismarck. Fürst als Wahrheit heißt Arjuna. Bismarck als Pfad heißt Reine Vernunft. Reine Vernunft als Spirale heißt Goethe.
* Heiler - Kabbala als Selbst heißt Heiler. Selbst als Kabbala heißt Arzt. Arzt als Kabbala heißt Erscheinung. Heiler als Kabbala heißt Bedeutung. Bedeutung als Konformismus heißt Erscheinung. Bedeutung ohne Konformismus heißt Qualität. Erscheinung ohne Konformismus heißt Arzt. Qualität ohne Konformismus heißt Heiler.
* Eigenbedarf - Illusion als Bedürfnis heißt Eigenbedarf. Bedürfnis ohne Illusion heißt Selbstbedarf. Selbstbedarf als Ausdehnung heißt Selbstgerechtigkeit. Selbstbedarf als Abstraktion heißt Selbstgefälligkeit. Selbstgefälligkeit ohne Abstraktion heißt Befriedigung. Selbstgerechtigkeit ohne Ausdehnung heißt Gelassenheit.
* Schwäche als Selbstakzeptanz heißt Sentimentalität. Selbstzakzeptanz ohne Schwäche heißt Mutter. Selbstakzeptanz ohne Stärke heißt Sohn. Stärke als Selbstakzeptanz heißt Tochter. Selbstakzeptanz als Transzendenz heißt Vater. Vater als Schwäche heißt Illusion. Mutter als Illusion heißt Sentimentalität.
Formel 1
"Ich bin eins mit meinen Gruppenbrüdern, und alles, was ich habe, gehört ihnen. Möge die Liebe, die in meiner Seele ist, sich über sie ausgießen. Möge die Kraft, die in mir ist, sie emporheben und ihnen helfen. Mögen die Gedanken, die meine Seele schafft, sie erreichen und ermutigen."
(aus: Jüngerschaft im Neuen Zeitalter by Alice A.Bailey, Seite 283)
1. Die Liebe zur Macht.
2. Bereite die Form.
Formel 4
«Der Gesegnete stürzte sich in den Kampf. Er sah das Dasein als zwei widerstreitende Kräfte an und bekämpfte sie beide. Beschwert durch die Kriegsrüstung, stand er in der Mitte des Weges und hielt nach zwei Richtungen Ausschau. Das Getöse der Schlacht, die vielen Waffen, die zu handhaben er gelernt hatte, seine Sehnsucht, nicht zu kämpfen, die Verwirrung, dass die Parteien, die er bekämpfte, ja nur seine Brüder und er selbst waren, die Qual des Unterliegens, der Jubelruf seines Sieges, - alles dies hielt ihn nieder.
Der Gesegnete hielt inne und fragte: «Von woher kommen Sieg und Niederlage? Bin ich nicht der Gesegnete Selber? Ich will die Engel mir zu Hilfe rufen.» Der Trompetenruf erscholl: «Erhebe dich und erkämpfe den Weg; versöhne die Armeen des Herrn. Es gibt keine Schlacht. Erzwinge das Ende des Konflikts; erlasse einen Aufruf zum Frieden für alle; bilde aus zwei Armeen ein einziges Heer des Herrn; Sieg soll die Bemühungen des Gesegneten krönen, alles soll in Harmonie gebracht werden. Friede liegt hinter den streitenden Energien.»
Heiliger Dienst widmet das persönliche Leben vollständig dem Allgemeinwohl. Qualifizierender Dienst hat ein symbolisches Privatleben und in diesem Privatleben forscht man für das Ganze und nicht zuerst für sich selbst. Rechte Beziehung bedeutet als ein möglichst selbstloser Felsen in der Brandung zu leben.
Ein "Vater" entspricht der Ebene des Heiligen Dienstes. Ein "Buddha" entspricht der Ebene des Qualifizierenden Dienstes. Ein "Boddhisattva" entspricht der Ebene der rechten Beziehung als Dienst.
Um klarzustellen, man kann nur mit der Motivation zu dienen in rechter Beziehung leben. (Melchizedek)
Nochmal die Kabbala
Kraft als Bedeutungserfahrung heißt Jesod. Kraft als Gefühl heißt Netzach. Kraft als Illusion heißt Hod. Kraft als Verstand heißt Malkuth. Kraft als Form heißt Tiphereth. Kraft als Wirksamkeit heißt Geburah. Kraft als Vertrauen heißt Chesed. Kraft als Selbst heißt Binah.
Erkenntnis als Kraft heißt Daath. Dynamik als Kraft heißt Chockmah. Kraft als Absicht heißt Kether. Verständnis als Kraft heißt Boddhisattvaform.
(by Vywamus)
Chockmah und Binah (27. Oktober 2003 11:01)
Binah ist das Wahrnehmungsprinzip des Verständnisses. Chockmah ist das Wahrnehmungsprinzip der Weisheit.
In Binah ist Verstehen fixiert im Begreifen „integriert“. In Chockmah gibt es Verstehen/in Binah, Erfassen und Begreifen.
Binah selbst ist das Verstehen von Chockmah. Das heißt Chockmah schließt Binah vollständig in sich ein. Während Binah Chockmah getrennt von sich erkennt.
Chockmah ist Einsicht. Binah ist Erkenntnis.
Die Arkanschule ist auf Binah in Jesod ausgerichtet und nicht direkt auf Binah. Hierin liegt der „Irrtum“ der Arkanschule. Dieser Irrtum ist nicht wirklich schlimm, weil die Strukturen die Seelenverschmelzung/3te Einweihung erlauben. Jesod ist die Lebenskraft oder die Wirksamkeit einer (Tier)Art. Wobei hier die Tierart „Mensch“ heißt.
Binah ist Einsicht in die Struktur, während Binah in Jesod intellektuelle Struktur ist. Intellektualität ist KEINE mentale Polarisierung. Mentale Polarisierung ist INTENSIVE Erfahrung und ein Intuitives mentales Lenken. Mentale Polarisierung ist auf MAGNETISCHE KONTROLLE ausgerichtet. Mentale Polarisierung kann „vorgetäuscht“ werden durch Fixierung. Wobei man sich in kollektiven EVOLUTIONSstrukturen fixiert einklingt.
1930 waren die Gedanken des Tibeters sicherlich „das Neuste, das Beste, das Schärfste“. Heutzutage ist dies vollständig nicht mehr der Fall. 1930 haben die Gedanken des Tibeters Meisterschaft symbolisiert. Heute symbolisieren die Gedanken des Tibeters JÜNGERschaft (2te Einweihung), nicht mehr. Jeder Jünger muß sich sein eigenes Wissen/Verantwortung erarbeiten. (by Diamant)
Von Zick nach Zack - der Lebensbaum der Kabbala (... die Sephirot mit den entsprechenden Erzengeln) Wir beginnen ganz oben mit Kether und Erzengel Metatron und schwenken nach rechts zu Chockmah mit Raziel. Dann ab nach links zu Binah mit Zafkiel. So, das wäre die obere Triade. - Dann wieder nach rechts zu Chesed und Zadkiel. Links dann Geburah mit Kamael und runter zur Mitte, da wartet Tipheret mit Erzengel Michael auf uns. Die untere Triade besteht aus Netzach mit Auriel rechter Hand. Dann Hod mit Raphael linker Hand und runter, mittig liegt Jesod mit Gabriel. Geschafft! Bleibt uns nur noch Malkuth mit dem Erzengel Sandolphon.
Spirituelle Erfahrungen am Beispiel der Kabbala: Kether = Einheit mit Gott Chockmah = Die Vision Gottes von Angesicht zu Angesicht Binah = Vision der Trauer Chesed = Vision der Liebe Geburah = Vision der Macht Tiphereth = Vision der Harmonie der Dinge, die Mysterien der Kreuzigung Netzach = Vision der siegreichen Schönheit Hod = Vision des hellen Glanzes Jesod = Vision der Maschinerie des Universums Malkuth = Vision des heiligen Schutzengels
DIE ZWEI IM ENNEAGRAMM - der Helfer
Die unerlöste 2 im Enneagramm erkennt man an einer subtilen Vorliebe für Zensur. Die unerlöste 2 liebt nichts mehr als andere zu manipulieren. Die unerlöste 2 ist diejenige Mutter, die die sogenannten Kinder auch als erwachsene Menschen noch wie dreijährige Behandelt. Und eigentlich alle Menschen so zu behandeln für richtig befindet.
Schrippes ist eine äußerst unerlöste Zwei im Enneagramm. Die unerlöste Zwei manipuliert an allem herum und wer sich nicht vollständig manipulieren läßt, der wird mindestens mit Steinen beworfen und ist natürlich mindestens mit Inquistion (nicht unter vierteilen) zu belohnen.
Demut - hier sieht man, was es mit ihrer Sünde, dem Hochmut, auf sich hat und was für sie der Weg in die Demut bedeutet. Sie müssen an den ernüchternden Punkt kommen, wo sie begreifen: "Ich bin selbst gar nicht liebesfähig. Ich muß mich zurücknehmen und zulassen, daß Gott durch mich liebt." Wenn sie das lernen, werden sie sehr demütige Werkzeuge der Liebe. Aber zunächst müssen sie die eigenen Angelhaken erkennen und loslassen. Das ist eine heroische Bekehrung für eine ZWEI. Wenn eine ZWEI aufhört aufzurechnen, ist sie frei. (Serapis Bey)
DIE NEUN IM ENNEAGRAMM - der Vermittler
Adam und Eva - Die NEUN steht am "Gipfel" des Kreises und zwar deshalb, weil es sich bei der NEUN in gewisser Weise um das ursprünglichste menschliche Wesen handelt, um Adam und Eva. NEUNer sind so, wie wir alle waren, bevor wir kompliziert wurden. Das ist der Grund, weshalb so viele andere die NEUNer mögen und beneiden. Andere sehnen sich nach ihrer Einfachheit und Geradlinigkeit, obwohl es ihre Mitmenschen auf die Palme treibt und ihnen auf die Nerven geht, was sie alles nicht machen.
Überall und nirgends - NEUNern fällt es sehr schwer, ein klares Ziel zu finden und zu verfolgen. Sie sind überall und nirgends. Sie machen Elefanten zu Mücken: selbst wirklich große Sachen können sie ganz klein machen. Nichts ist wirklich wahnsinnig wichtig. Und selbst wenn objektiv ein Problem vorliegt, weigern sie sich, es zu sehen. Das ist gemeint, wenn man von ihrer "Trägheit" redet. NEUNer wissen einfach nicht, wie sie Energie bündeln können.
Keine Energieverschwendung - NEUNer sind oft überaus aktiv bei einer Reihe von Hobbys und Tätigkeiten. Aber wenn man genau hinsieht, merkt man, dass viele dieser Aktivitäten ziemlich bedeutungslos sind und dass sie in keine dieser Sachen übermäßig viel Energie stecken. NEUNer füllen die Fußballstadien Europas - auf den Zuschauerrängen. Und sie können in die Luft springen und jubeln und sich begeistern - für nichts.
Antrieb von außen - NEUNer sind besonders suchtgefährdet. In der Regel sind es eher kleinere Abhängigkeiten wie Nikotin oder Koffein. Aber sie brauchen immer irgendeine Stimulanz, die ihnen hilft, den eigenen Saft zu fühlen. Viele NEUNer fahren gern Motorrad oder Lastwagen. Es ist, als hätten sie keinen Motor in sich selbst und müßten sich deshalb einen Motor unter den Hintern klemmen. Dabei ist es nicht besonders wichtig, wohin die Fahrt eigentlich geht.
Trägheit - EINSer begeben sich auf dem kürzesten Wege von hier nach da. Eine NEUN weicht hier und da vom Weg ab, macht Umwege und Kurven, bleibt stehen, kehrt um. . . NEUNer sind nicht so sicher, daß sie da überhaupt hin wollen. Sie sind nicht sicher, ob sie überhaupt irgendwohin wollen. Deshalb können sie für andere so nervend sein. Manchmal will man sie schütteln und fragen: "Wer bist du und was willst du überhaupt?" Sie wissen nicht nur nicht, was sie wollen - es ist ihnen auch egal. Das ist unter anderem mit "Trägheit" gemeint.
Gute Freunde - Die meisten anderen mögen NEUNer. Das hängt damit zusammen, daß sie anderen Impulsen und anderen Energien folgen, wie immer die aussehen. Wenn du eine DREI bist, machen sie bei deiner "Dreierei" mit - wenn auch nicht im selben Tempo! Sie lassen sich auf das ein, was gerade gespielt wird. Deshalb sind sie "pflegeleicht" und quasi von Natur aus Freunde.
Take it easy! - Wir nennen NEUNer auch "passiv-aggressive" Menschen. EINSer wollen die Wirklichkeit reformieren. ACHTer rebellieren gegen die Wirklichkeit. Aber NEUNer sitzen einfach da und sagen: "Das ist doch alles so ein Quatsch. Es lohnt doch überhaupt nicht, sich mit dem allen abzugeben!" Wenn man eine NEUN näher kennenlernt, wird man merken, daß dieses letzlich aggressive Potential (Bauch-Energie!) immer vorhanden ist. Es ist eine Art zynisch-passive Aggressivität im Blick auf die Welt.
Mitten ins Herz - Das heißt aber auch, daß NEUNer sehr viel bewirken können, wenn sie es schaffen, ihre Energie zu bündeln. Denn sie feuern niemals direkt. Die Person als solche ist nett und friedfertig, aber man beachte ihre beiden Flügel, EINS und ACHT! In beiden Flügeln steckt ein intensives Wertempfinden und viel Emotionalität. Und so kann es manchmal passieren, dass sie mitten in einem Gespräch, das so dahinplätschert, plötzlich etwas sagen, was eine ganz große Wahrheit enthält und zutiefst überzeugt. Und weil sie so nett und vertrauenswürdig sind und weil man im Gespräch mit ihnen die Verteidigungsanlagen abgebaut hat, können NEUNer einen auf diese Weise plötzlich mitten ins Herz treffen.
Stur wie Esel - NEUNer sind unkompliziert. Sie sind sehr einfach, und ihre Absichten sind ganz klar und durchschaubar. Urplötzlich gelangen sie zu einem Punkt, wo alles glasklar ist. Dann fällen sie eine Entscheidung und zu dieser Entscheidung stehen sie, was immer es kostet. Man kann den Esel als Symboltier der NEUN nehmen. NEUNer können stur sein. Wenn sie einmal die Hinterfüße in den Boden gerammt haben, dann bleiben sie stehen, wo sie sind und sind keinen Millimeter zu bewegen.
Ohne doppelten Boden - Die Faustregel lautet: was man bei einer NEUN sieht, das kriegt man auch. Es gibt keine versteckten Absichten. Das ist ein weiterer Grund, weshalb NEUNer so beliebt sind. Denn man weiß, daß sie ihr wahres Gesicht zeigen - auch wenn nicht viel Energie da ist. Aber wenn man ihnen helfen kann, ihre Energie zu bündeln, machen sie in der Regel ein oder zwei Sachen in ihrem Leben wirklich gut. Und wahrscheinlich erwartet Gott von keinem und keiner von uns mehr als das.
DIE ACHT IM ENNEAGRAMM - der Boss
Energiebündel - ACHTer sind häufig auf den ersten Blick zu erkennen, denn sie sind überlebensgroß. Sie machen ihren Einfluß geltend und sich selbst überall bemerkbar. Sie kommen dröhnend ins Zimmer und man weiß, das sie da sind. Sie sind oft lauter und stärker als der Rest von uns. Das wissen sie auch und das gefällt ihnen. Sie holen sich ihre Energie dadurch, daß sie ihre Kraft erleben. Sie sind Energiebündel. Die Achter-Energie spiegelt sich in ihren Gesten, in ihrem Gesicht - und sie strengt andere an.
Einfach zuviel! - Wenn man eine halbe Stunde mit einer ACHT zusammen war, möchte man am liebsten abhauen. Es ist zuviel, es ist einfach zuviel! Das ist gemeint, wenn von der "Wollust" der ACHT die Rede ist. Alles, was sie tun, übertreiben sie. Und sie machen es auf eine Weise, die andere "negativ" nennen würden.
Konfrontation - Sie begegnen der Wirklichkeit konfrontativ. Für diese "konfrontative Intimität" haben andere keinen Sensus. Ihre Annäherungsversuche bestehen darin, dass sie mit dir Streit anfangen. Und andere denken, dieser Mensch kann sie nicht leiden. In Wirklichkeit versucht die ACHT, anderen auf diese Weise nahezukommen. Und sie wundert sich, warum sie sich von ihr zurückziehen. Im Innersten sind ACHTer oft sehr traurig und fragen sich: "Warum kann mich keiner leiden?" Trotzdem verändern sie ihre Spielregeln nicht. Sie versuchen immer dieselbe "Anmache".
Böse Buben - EINSer sind Musterkinder. Aber ACHTer sind die bösen Kinder. Ihr Selbstbild ist: "Ich bin schlimm!" Und es gefällt ihnen auch noch, "schlimm" zu sein! Man kann sich vorstellen, wieviel Schwierigkeiten diese Leute mit der Kirche haben, wo einem immer gesagt wird: "Sei lieb und brav und gut und fromm!" Das leuchtet einer ACHT nicht ein. Die Braven sind für ACHTer nichts als Waschlappen oder Schlappschwänze.
Auseinandersetzung - Eine ACHTer-Frau hat erzählt, sie hätte 40 Jahre gebraucht, um zu Jesus Vertrauen zu fassen. Denn so, wie Jesus ihr dargestellt wurde - als blonder, blauäugiger Softi, der süßlich auf die Kinderchen herablächelt - hat er ihr nichts gesagt. Dieser Jesus war ihrer Liebe nicht wert. ACHTer wollen jemanden, der sich engagiert mit ihnen auseinandersetzt.
Gerechtigkeit - ACHTer haben von Haus aus einen Blick für Gerechtigkeit. Sie sehen die Dummheit und Ungerechtigkeit der Welt und lieben es, ihr die Maske vom Gesicht zu reißen. Sie wollen das Unrecht niedermachen. Ohne ACHTer würde sich in der Welt nie etwas ändern. Man würde sich mit den blödsinnigsten Systemen abfinden.
Kämpfer - Man versuche nie, sich auf einen Kampf mit einer ACHT einzulassen! Wenn man die Stimme erhebt, erhebt die ACHT die Stimme noch lauter. Sie lieben den Kampf und werden sich um keinen Preis zurückziehen oder geschlagen geben.
Verstecktes Kind - Der Schlüssel zur ACHT besteht darin, dass man das kleine Mädchen oder den kleinen Jungen sieht, die in der ACHT stecken. Man sieht es nicht, aber es ist immer da. Normalerweise zeigen sie es im Laufe ihres Lebens nur zwei oder drei anderen. Wenn ACHTer sich benehmen wie die Wilden und herumbrüllen und wenn man am liebsten den Schwanz einziehen und davonlaufen will, ist zu empfehlen, einfach das kleine Mädchen anzusprechen. Gehen Sie davon aus, daß da ein kleiner Junge ist.
Die Beschützer - ACHTer versuchen unaufhörlich, die kleinen Mädchen und die kleinen Jungen dieser Welt zu beschützen, all das, was zart und verwundbar ist. In der Dritten Welt gibt es viele Missionare, die ACHTer sind. Sie sind bereit, sich auf unendliche Widerwärtigkeiten einzulassen. Sie nehmen die größten Entbehrungen auf sich und schlafen auf dem nackten Boden - nur um einem kleinen armen Menschenkind zu helfen. Ihre Liebe zu den Kleinen und Schwachen ist grenzenlos.
Leidenschaft - Wenn man allerdings versucht, sich aufzublasen und selbst den starken Max zu markieren, dann pieken sie mit der Stecknadel in deinen Luftballon. Aber wenn man wirklich schwach und verwundbar zu ihnen kommt, werden sie sich mit endloser Leidenschaft um dich kümmern. Am Ende ihres Lebens schleppen ACHTer gewöhnlich eine schwere Bürde mit sich herum, daß so viele Leute sie nicht leiden können und daß sie selbst so viele andere verletzt haben. Sie trampeln oft tatsächlich auf anderen herum und treten sie mit Füßen. Ihre Leidenschaft ist zugleich ihre Sünde und ihre Gabe. Das heißt für sie: sie müssen ihre zerstörerische Leidenschaft durchbrechen, um zu einer lebensschaffenden Leidenschaft zu gelangen.
DIE EINS - der Perfektionist
Ha! Wir haben den Advokat des Teufels zur Strecke gebracht und haben uns nun der EINS im Enneagramm zugewandt. Unser bisheriger Stresspunkt, die DREI hat sich nun zur ACHT hin entwickelt. Bäumchen wechsel dich?
Vollkommenheit - Irgendwann in ihrer Kindheit haben EINSer die Überzeugung gewonnen, daß nur Vollkommenes liebenswert ist. Man muß das Recht, geliebt zu werden, verdienen. Es ist für EINSer schwer sich vorzustellen, dass Unvollkommenes und Gebrochenes Liebe verdient. Aber genau diese Erfahrung ist es, die ihnen zum Durchbruch verhilft: bedingungslose Liebe. Das können sie nicht glauben. Man kann sehen, wie sich Paulus und Martin Luther damit rumschlagen, weil sie beide EINSer sind.
Unvollkommenheit - Die EINS ist fortwährend von der Realität enttäuscht, weil sie immer hofft: jetzt kommt endlich mal was Vollkommenes! Aber bei näherem Hinsehen stellt sich heraus: auch das ist es nicht. Diese Enttäuschung verdichtet sich zu Wut. Es ist nicht die Wut auf irgend etwas Bestimmtes, sondern ein gestaltloser, universeller Ärger, der Ärger über die Unvollkommenheit der Welt.
Zorn - Dieser Zorn versorgt sie mit einer Menge Energie für den Versuch, die Welt zu verbessern. Aber es ist aggressive Energie. Alle tun oft das Richtige aus den falschen Motiven. Das zu entdecken, ist sehr demütigend! Gott benutzt unsere Sünden für Gottes Ziele. Deswegen kann sich "kein Fleisch vor Gott rühmen", wie Paulus sagt.
Hehre Ideale - Die Wut der EINS sieht nicht aus wie Wut. Auf den ersten Blick wirkt sie wie Idealismus oder Eifer. Sie wirkt wie eine Tugend. Und diese Wut ist nicht nur für andere verborgen, sondern auch für die EINS selbst. EINSer sind in der Regel überrascht, wenn sie herausfinden, daß ihre Sünde der Zorn ist. Andere sehen es in der Regel eher als sie selbst. Sie sind überzeugt, daß sie hohe Ideale und edle Ziele verfolgen. Es ist für sie sehr schwer zuzugeben, daß das nur ihre hehren Ideale sind und nicht unbedingt objektiv edle Ziele. Das müssen sie zunächst einmal erkennen, wenn sie barmherzig werden wollen.
Schnelle Urteile - Tief in der EINS befindet sich ein tiefer Strom von Ärger, den sie nicht erkennt oder zugibt. Dieser Strom führt dazu. daß EINSer schnelle Urteile fällen. Das geht so schnell, dass sie selbst nicht merken, dass sie schon wieder ein Urteil gefällt haben. Diese schnellen Urteile verdichten sich schließlich zu einem Dauerzustand von Groll. Das läuft blitzschnell ab: Ärger - Urteil - Groll. Ärger - Urteil - Groll. Deshalb müssen sie im ersten Moment zupacken, wenn der Ärger auftaucht. Nur so können sie den Teufelskreis durchbrechen. Sie müssen erkennen, wie tief und konstant diese Wut ist. Und sie müssen aufhören, sie anders zu nennen, wie zum Beispiel "Wahrheit" oder "Gerechtigkeit". Sie müssen einfach zugeben, daß sie verdammt wütend sind. Das fällt ihnen sehr schwer, weil Musterkinder nicht wütend sind.
Musterkinder - Das Selbstbild, von dem die EINS abhängig ist, lautet: "Ich bin ein braves Kind!" Denn sie mussten Musterkinder sein, um entweder die Liebe ihrer Eltern zu bekommen oder um sie nicht zu verlieren. Sie dürfen sich z.B. nicht zugestehen, egoistisch zu sein. Deswegen muss sich ihr Egoismus verkleiden. Sie erlauben sich nicht, eigene Gefühle wahrzunehmen, sondern fühlen, was sie fühlen sollen. Deswegen sind ihre Gefühle versteckt - sogar für sie selbst.
Heitere Gelassenheit - Eine EINS muss ihre wahren Gefühle und ihre eigene Sicht der Wirklichkeit erst entdecken. Das ist sehr schwer, weil das alles ständig von Geboten und Verboten überlagert und unterdrückt wird. Die EINS muss aufhören, Urteile zu fällen, vor allem moralische Urteile. EINSer sind besessen von moralischen Urteilen. Alles muss gut oder böse sein, verdienstlich oder sündig. Wenn sie es lernen, Dinge einfach sein zu lassen, wie sie sind, wenn sie lernen, zu sehen, bevor sie urteilen - dann gelangen sie zu einer wunderbaren heiteren Gelassenheit.
Harmonie - Wenn es gut geht, gelingt es ihnen am Ende besser als allen anderen, Zorn zu überwinden und zu verwandeln. Irgendwann sind sie von ihrer Wut und ihrem angestrengten Ernst derart müde, dass ihr innerer Friede ihre größte Gabe werden kann. Die erlöste EINS hat einen ausgesprochenen Sinn für Harmonie und Ausgewogenheit.
Wahrheit - Normalerweise hält man EINSer für sehr vernünftige Leute. Denn ihre Urteile erlauben ihnen, jeweils beide Seiten zu sehen. Aber sie müssen aufhören, ständig zu urteilen. Sie müssen aufhören, der eigenen Wut zu glauben. Sie müssen aufhören zu meinen, dass ihre Urteile wirklich auf die Wahrheit zielen. Anstelle von "alles oder nichts" müssen sie "sowohl als auch" zulassen. Das ist erlösend für eine EINS.
DIE SECHS NEBENÜBUNGEN- von Rudolf Steiner
Rudolf Steiner weist wiederholt auf sechs Eigenschaften hin, die der Stärkung des Seelenlebens dienen und die sich jeder als Vorbedingung aneignen muss, der eine geistige Schulung anstrebt. Diese Nebenübungen müssen stets die meditativen Hauptübungen begleiten. Indem man sich in diesen sechs Eigenschaften übt, wird die 12-blättrige Lotosblume, das Herzchakra, regelmäßig ausgebildet, wird aktiv und beginnt sich zu drehen. Diese sechs Eigenschaften sind:
Gedankenkontrolle - die erste Nebenübung
Sie besteht darin, daß man wenigstens für kurze Zeiten des Tages nicht alles mögliche durch die Seele irrlichtelieren läßt, sondern einmal Ruhe in seinem Gedankenlaufe eintreten läßt. Man denkt an einen bestimmten Begriff, stellt diesen Begriff in den Mittelpunkt seines Gedankenlebens und reiht hierauf selbst alle Gedanken logisch so aneinander, daß sie sich an diesen Begriff anlehnen. Und wenn das auch nur eine Minute geschieht, so ist es schon von großer Bedeutung für den Rhythmus des physischen und Ätherleibes.
Initiative des Handelns- die zweite Nebenübung
Das heißt, man muß sich zwingen zu wenn auch unbedeutenden, aber aus eigener Initiative entsprungenen Handlungen, zu selbst auferlegten Pflichten. Die meisten Ursachen des Handelns liegen in Familienverhältnissen, in der Erziehung, im Berufe und so weiter. Bedenken Sie nur, wie wenig eigentlich aus der eigenen Initiative hervorgeht! Nun muß man also kurze Zeit darauf verwenden, Handlungen aus der eigenen Initiative hervorgehen zu lassen. Das brauchen durchaus nicht wichtige Dinge zu sein; ganz unbedeutende Handlungen erfüllen denselben Zweck.
Gelassenheit - die dritte Nebenübung
Das dritte, um was es sich handelt, kann man nennen Gelassenheit. Da lernt man den Zustand des Hin- und Herschwankens zwischen «himmelhoch jauchzend» und «zum Tode betrübt» regulieren. Wer das nicht will, weil er glaubt, daß dadurch seine Ursprünglichkeit im Handeln oder sein künstlerisches Empfinden verlorengehe, der kann eben keine okkulte Entwickelung durchmachen. Gelassenheit heißt, Herr sein in der höchsten Lust und im tiefsten Schmerz. Ja, man wird für die Freuden und Leiden in der Welt erst dann richtig empfänglich, wenn man sich nicht mehr verliert im Schmerz und in der Lust, wenn man nicht mehr egoistisch darin aufgeht. Die größten Künstler haben gerade durch diese Gelassenheit am meisten erreicht, weil sie sich dadurch die Seele aufgeschlossen haben für subtile und innere wichtige Dinge.
Unbefangenheit -die vierte Nebenübung
Das vierte ist, was man als Unbefangenheit bezeichnen kann. Das ist diejenige Eigenschaft, die in allen Dingen das Gute sieht. Sie geht überall auf das Positive in den Dingen los. Als Beispiel können wir am besten eine persische Legende anführen, die sich an den Christus Jesus knüpft: Der Christus Jesus sah einmal einen krepierten Hund am Wege liegen. Jesus blieb stehen und betrachtete das Tier, die Umstehenden aber wandten sich voll Abscheu weg ob solchen Anblicks. Da sagte der Christus Jesus: Oh, welch wunderschöne Zähne hat das Tier! - Er sah nicht das Schlechte, das Häßliche, sondern fand selbst an diesem eklen Kadaver noch etwas Schönes, die weißen Zähne. Sind wir in dieser Stimmung, dann suchen wir in allen Dingen die positiven Eigenschaften, das Gute, und wir können es überall finden. Das wirkt in ganz mächtiger Weise auf den physischen und Ätherleib ein.
Glaube - die fünfte Nebenübung
Das nächste ist der Glaube. Glauben drückt im okkulten Sinne etwas anderes aus, als was man in der gewöhnlichen Sprache darunter versteht. Man soll sich niemals, wenn man in okkulter Entwickelung ist, in seinem Urteil durch seine Vergangenheit die Zukunft bestimmen lassen. Bei der okkulten Entwickelung muß man unter Umständen alles außer acht lassen, was man bisher erlebt hat, um jedem neuen Erleben mit neuem Glauben gegenüberstehen zu können. Das muß der Okkultist bewußt durchführen. Wenn einer zum Beispiel kommt und sagt: Der Turm der Kirche steht schief, er hat sich um 45 Grad geneigt - so würde jeder sagen: Das kann nicht sein. - Der Okkultist muß sich aber noch ein Hintertürchen offen lassen. Ja, er muß so weit gehen, daß er jedes in der Welt Erfolgende, was ihm entgegentritt, glauben kann, sonst verlegt er sich den Weg zu neuen Erfahrungen. Man muß sich frei machen für neue Erfahrungen; dadurch werden der physische und der Ätherleib in eine Stimmung versetzt, die sich vergleichen läßt mit der wollüstigen Stimmung eines Tierwesens, das ein anderes ausbrüten will.
Inneres Gleichgewicht - die sechste Nebenübung
Und dann folgt als nächste Eigenschaft inneres Gleichgewicht. Es bildet sich durch die fünf anderen Eigenschaften nach und nach ganz von selbst heraus. Auf diese sechs Eigenschaften muß der Mensch bedacht sein. Er muß sein Leben in die Hand nehmen und langsam fortschreiten im Sinne des Wortes: Steter Tropfen höhlt den Stein.
Oberes Gürbetal . ganz hinten Eiger . Mönch und Jungfrau . Wattenwil im Nebel . aber Sonne über dem Stockhorn . genau.